Omnia vincit amor



Sternenseele IV
(111 Texte)



Liebe machts möglich

Wärst du blind, würde ich für dich sehen,
warst du taub, würde ich für dich hören,
warst du gelähmt, würde ich für dich gehen,
wärst du tot, würde ich atmen für dich

und du würdest leben
in meinem Herzen

jeden Tag und jede Stunde.




Bruder Mond

Wenn du dich alleine fühlst am Abend,
schau in den Himmel, sieh ihn den Mond.

Da treffen sich unsere schüchternen Blicke
zum stillen Stelldichein, zum Rendezvous.

Der Mond ist mein Bruder, mein Freund
und wenn ich nicht da bin, kündet er mir

von dir.




Wusste nicht

.. dass ich das mal wieder schreibe:
Aber ich bin sehr glücklich.

Wenn es dir ähnlich geht,
kann uns nichts und niemand

mehr trennen.



Liebe ist unabhängig ..

von Körper,
von Alter,
von Rasse,
von Glauben.

Liebe lebt
und geschieht
in der Seele,
im Herzen.

Wenn zwei Herzen
sich in Liebe finden,
ist das schon mehr,
als mancher im Leben

je erreicht.



Hymne an die Nacht

Die dunkelste Nacht
hat und zusammen geführt,

die Nacht der Sehnsucht,
die Nacht der Einsamkeit,

die Nacht der Stille,
die Nacht ohne Schatten,

weil kein Licht leuchtete,
das Erlösung schenkte.

Die Schicksalsnacht,
die Nacht der Nächte,

wo wir uns fanden.



Sternenseele

Wenn die Welt im Abend versinkt
und Schatten deine Welt prägen
im stillen Dämmerlicht,

dann bin ich bei dir,
liege mit dir Wange an Wange,
und küsse deinen Mund.

was nur ein Traum ist,
aber ein sehr schöner,
der niemals enden dürfte

wie nicht die Zartheit
deines lieben Gesichts,
das ich vor mir sehe,

auch wenn nur als stille Ahnung.



DU

.. hast mir gefehlt,
wie mir der Sauerstoff fehlt
unter Wasser,

wie mir die Wärme fehlt
im Winter,

wie mir das Licht fehlt
in der Dunkelheit.

Aber dein Stern
schien hell über mir

und erleuchtete meine schwarze Seele.



Nachtrose

Du bist eine Rose der Nacht,
die den Tag liebt und die Sonne,
aber in der Nacht erst still erblüht.

Wenn die Sterne stehen
und der Mond dir Licht schenkt,
öffnen sich leise deine Blütenblätter

und Worte entströmen wie Necktar
so schön sie die Welt nicht kennt
und noch nie gelesen hat.

Dein Kelch quillt über von Liebe,
die sich verteilt in der Welt,
weil jedes Stück Liebe

immer weitergegeben wird.



Allein

In dieser sternenlosen Nacht
bin ich der einsamste Mensch der Welt
und doch weiß ich sicher
beim Blick in diese Dunkelheit,

dass jemand an mich denkt,

der sich genauso einsam fühlt
und noch ein wenig mehr,
weil ich wohl wahrhaft kein
verlässlicher Liebhaber bin
und nicht zu berechnen.

Aber wenn du wüsstest,
wie ich dich gerade heut
herbeisehne, herbeiwünsche,
wie sich mein Körper
nur nach dir sehnt,

vielleicht ginge es dir besser.




Erkennen ..

ist uns kleinen Menschen gegeben,
die wir doch einst verbotenerweise
vom Baum der Erkenntnis naschten.

Aber die Wahrheit tarnt sich gut,
versteckt sich hinter dichtem Nebel
und die Wirklichkeit ist ein Trugbild.

Schein und Sein sind immer zweierlei
und wer nur blindlings aufs Sehen vertraut,
wird oftmals bitter enttäuscht.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“
Der kleine Prinz hatte Recht.

Danke für die Erinnerung.




Zeig mir den Weg

.. nach Anderland,
führe mich an der Hand
und zeig mir,

wo die Menschen
alle gleich sind,
wo jeder angenommen ist,

wo nicht das Geld
regiert und der Status
der Macht und Übermacht,

wo das Miteinander
zusammen in Liebe wohnt
und erste Priorität hat.

Zeig mir die Freiheit,
führe mich nach Anderland
an deiner Hand.

Unser Land,
das nur existiert,
zwischen dir und mir,

wenn wir es leben.




Traum

Das war schon ein verwegener Traum,
als du mir deine Bluse öffnetest
und ich einsinken durfte
in deine Brust.

Nur ein Traum, aber ich wurde zum Baby
und trank deine unendliche Liebe
in Zärtlichkeit aus dir.

Und wurde gestillt
und war ruhig
in Stille

und schlief beruhigt weiter.




Manchmal

.. alleine in der Nacht,
spüre ich deine Sehnsucht,
hör ich dein Rufen,

spüre deine Einsamkeit
und fühle deine Tränen,
die mein Herz benetzen.

Dann konzentriere
ich mich auf dich
und sende dir Kraft,

sende dir Liebe
und halte dich sicher,
halte dich fest

mit beiden Armen
als das Liebste,
was ich habe,

küsse deine Stirn,
küsse deine Wangen,
küsse deinen Mund

und bin bei dir.




Warum

.. sitzen wir nicht eben gerade
bei diesem tollen Wetter
auf einer Parkbank
und essen zusammen
aus einem Eisbecher,
du auf meinem Schoß,
mich liebevoll fütternd?

Warum lässt du nicht zu,
dass ich dich auf Händen
durch die Welt trage
wie ein behütetes Baby
an meiner Männerbrust,
beschirmt und beschützt
in warmer Geborgenheit,

was da auch kommen mag?



Ja oder nein

.. gibt es nicht für uns.
Es gibt nur ein immer.

Entweder immer zusammen bleiben
oder für immer im Hades
der Zeit vergessen sein.

Das ist die Option.



Windgehaucht

Du bist nicht hier,
aber deine Gefühle
bringt mir der Wind,

und über die Distanz
spüre ich deinen Atem,
fühle ich deine Hand

an meiner Wange.



Sternenlose Nacht

Dunkel ist die Nacht,
dunkel sind die Sterne,
aber hell ist mir die Welt,

denn immer spüre ich den Stern,
den du mir einst schenktest
und sein Licht erhellt

meine Seele.



Wo du auch bist

Wenn ich
in den Mond sehe,
sehe ich dich.

Wenn ich
in den Wind höre,
höre ich dich.

Wenn ich
in deinen Worten lese,
spüre ich deine Liebe.



Familienbande

Auch ein Grund,
warum ich mit meiner Familie
einst spontan und rigoros
gebrochen habe:

Man muss sich anpassen
dem Starrsinn oder
eben sein eigenes Leben finden
und frei leben.

Das sage ich so leicht,
weil ich ein Kämpfer bin
und meine Familie
hat dadurch lernen müssen,

dass sie mich nimmt
wie ich nunmal bin,
oder bei meiner Wenigkeit
keine Chance mehr hat.

Bei dir mag das anders sein:
Ich müsste lange
in deinen Schuhen laufen,
um dich beurteilen zu können.

Für manche ist auch
die Familie der einzige Halt,
der einzige Bezugspunkt,
der Wärme schenkt

und Geborgenheit.



Träume

.. wachsen zusammen,
wachsen in die Wolken,
wachsen in den Sternenhimmel.

Und brechen irgenwann auf
in die tägliche Realität
und werden wahr.

Sie sind wie kleine Raupen
mit tausend Füßchen,
die sich entwickeln

zu bunten Schmetterlingen,
flatternd über die Welt,
einander suchend:

Dich und mich.




Gegen alle Flaggen

Der Himmel ist über uns
und der Traum in uns:

Was uns vereint
in stillen Nächen,

uns zusammen bringt,
uns beisammen lässt

über die Zeit:
Wir beide eins,

Unzertrennlich:
Du und ich.

Gegen die Welt vereint.




Du für mich

Du musst bei mir bleiben,
wie der Mond bei mir bleibt,
wie die Sterne bei mir bleiben,

du musst mir Geliebte sein
In der dunkelsten Nacht
und am hellsten Tag.

Du musst mich lieben,
weil ich dich liebe
und das Leben ohne dich
traurig ist und öde.

Wir müssen zusammen bleiben.




Immer

.. wird es einen Stern geben,
der nur für dich leuchtet,
heute und morgen,

solange ich lebe
und der Mond
wird niemals
hinter Wolken leben:

Sein Licht wird dir
zeugen von mir
als mein Verbündeter.

Du wirst leben in mir
wie die Liebe zu dir
in mir lebt.

Wir sind füreinander bestimmt,
für die Ewigkeit.

Du und ich.




Tausend Möglichkeiten

.. sein Leben zu leben:
Jeder findet sein Ding
und was ihn begeistert.

Der eine bereist die Welt,
sucht draußen die Abenteuer,
spricht gern mit Menschen,

sucht sich schöne Hobbys
mit lieben Gleichgesinnten,
geht auf in Gemeinschaft.

Der andere bleibt zuhause,
goutiert die Einsamkeit,
und lebt mit der Nacht,

findet hier seinen Weg,
liest sich durch gute Bücher,
hört sich durch geniale Musik,

und schreibt seine einsamen
Rhythmen an die Sterne,
die Spätere lesen.

Hölderlin, Rilke, Kafka,
Karl May und Thomas Mann,
Steven King und Joanne Rowling

und all die anderen Einsamen
in ihren Elfenbeintürmen,
die der Welt so viel schenkten.

Du und ich.




Hier und heute

Es ist ja schön,
wenn Gefühle überborden
und die Liebe durchs Universum zieht,

aber die Liebe ist ein Kind der Erde,
sollte hier und heute zelebrieren,
sollte weitergehen,

sollte heilen die Herzen
und nicht als Essenz
im All vergehen.

Tausend Sonnen
sind der Liebe zuwenig,
tausend Sonnen sind nichts

gegen zwei Herzen,
die sich nah sind,
die sich lieben,

die füreinander da sind,
real und in diesem Leben,
zusammenhalten in jeder Not

und für immer.




Metapher

Wenn ich dich bewundernd
als „Stern“ oder „Rose“ bezeichne,
dann ist dies eine Metapher, ein Gleichnis

und keineswegs reduzierend gemeint,
weil ich weiß, du bist viel mehr,
als Rose oder Stern.

Du bist ein Mensch, der denkt und fühlt,
du bist ein Gesamtkunstwerk für mich,
das aus vielen Eigenschaften besteht.

Du bist so bunt wie die Natur
du bist so vielfältig wie das Leben
du bist so vielschichtig wie das Weltall.

Du bist du in deiner Einmaligkeit.




Liebe

Viele Arten der Liebe gibt es,
aber nur eine unter zwei Menschen,
die sich näher sind als nah

und sich vertrauen und alles sagen,
grenzenlos in diesem einen Leben
wie für sich selbst geschaffen

in Zweisamkeit, die nie endet
und immer lebt und besteht
wie zwei entfernte Sterne,

die sich bescheinen in der Nacht.




Oft

.. stell ich mir vor,
dass ich dich an der Hand nehme
und mit dir um die Häuser ziehe,
durch Kneipen und Bars,

hier ein Bier und dort ein Drink
und du an meiner Hand
wie eine Freundin,
die ich liebe.

Da wär mir doch alles egal
und wer ne Bemerkung macht,
kriegt eine auf die Hundert
und wird still schweigen.

Du musst nur rauskommen
aus deinem Schneckenhaus,
brauchst Vertrauen und Mut
und eine Hand, die dich führt

und einen wohlgesinnten Mond
und tausend Sterne,

die uns leuchten in der Nacht.




Mut

.. ist nicht immer leicht,
denn man muss sich überwinden.

Aber wer sich einmal überwindet,
der überwindet sich immer.

Der erste Spung ins kalte Wasser
ist der schwierigste, der schwerste.

Doch wenn du es geschafft hast,
kommt dir das Wasser wärmer vor

und du möchtest nicht mehr raus
aus dem Wasser des Lebens,

das dich sanft umfängt,
dich still trägt

durch das Leben.




Die Liebe

.. ist ein Feuer in der Seele,
ein Brennen im Magen.

Die Liebe ist ein Schmerz,
der allein Glück schenkt.

Die Liebe ist Rose und Stachel,
wenn zwei sich lieben,

als wären sie eins.




Wahre Liebe

Jeder Mensch hat eine Schwäche,
eine Schwachstelle.

Nur die Liebe ist fähig,
einen Menschen zu nehmen,
wie er wirklich ist.

Und das ist das Geheimnis
der echten Liebe:

Sie sieht hinweg
und sieht darauf,

was dich ausmacht
und wer du bist

und du bist gut wie du bist.




Wenn die Welt

.. es regnen lässt
und Blitze und Donner
über der Stadt stehen,

da fühlst du dich wohl
und geborgen in deinem Heim,
kuschelst dich sanft in Decken ein,

und weißt doch immer:
Einer denkt an dich und
du bist nicht allein.

Und die Gedanken fließen.




Einen Sommer lang

.. duftet der Rosenbusch,
aber die Rose für dich
in der Tiefe meiner Seele

wird immer duften,
niemals wirklich vergehen,
solange ich lebe.

Ihr Duft ist mein Stern
und mein Stern duftet
nach dir allein.

Auch wenn ich mal
anders rede, anders denke,
bist du doch der Sternenduft

meiner Rosenseele.




Du suchst Liebe

.. und klammerst dich
an jemanden wie mich
und nimmst ihn ein
und vereinnahmst ihn.

Doch deine Liebe ist Illusion,
ist Träumerei, ist Traum,
lässt am Ende allein
und allein zurück.

Wie lange meinst du,
geht dieses Lügen gut,
das einem anderen
die besten Jahre raubt,

vergeudet an dich,
die doch niemals
zu erreichen ist,
fern wie der Mond?




Der Liebe

.. entgegen gehen ist schön,
aber irgendwann
muss man sie auch treffen,

sonst rennt man
einer Illusion hinterher,
einem schönen Gespenst.

sonst verspielt man seine Jahre
an eine schöne Illusion,
an einen schönen Traum,

der doch nie wirklich wird
und steht am Ende da,
allein und einsam

und ohne Hoffnung.




Manche Gedichte

.. die ich von dir lese,
sind vom anderen Stern,

sind eigentlich Gebete,
andächtige Zwiesprache

mit Gottes Schöpfung,
der Welt und dem Weltall,

ein Glaubensbekenntnis,
ein offenes Selbstbekenntnis,

ein persönliches Statement
zur einzigen wahren Religion:

Der Liebe.




Gesamtkunstwerk

Im Herzen das Knistern
ist das Feuer der Liebe.

In der Seele das Knistern
ist das Feuer der Sehnsucht.

Im Körper das Knistern
ist das Feuer der Erotik.

Und wenn Herz und Seele
und Körper knistern,

entsteht ein Flächenbrand,
der dich still verzehrt,

denn ein Gesamtkunstwerk
ist jeder einzelne Mensch,

getragen aus Herz und Seele
in einem Körper,

der berührt wird von Liebe,
wenn die Vögel am Morgen

ein Liebeslied singen
– wunderbare Melodie –

für dich.




Eine Woche

..die Rollläden runter
und nur du und ich
und leben wie im Paradies:

Sich verwöhnen,
die Haut, den Körper,
den Gaumen, die Seele,

einfach alle Sinne
und nicht auf die Uhr sehen
und das Manko

der letzten Jahre abarbeiten
und sich dann verabschieden
und doch nie mehr

voneinander gehen.



Und doch

.. träumte ich von dir
und Glück erfüllte die Nacht,

als ich wusste,
du bist da

so nah, so nah.

Du Lichtgestalt,
mein Tiefstes berührend,
meinen Traum erzitternd,

real fassbar dein Atem,
das Pochen deines Herzens.

Liebe umfasste mich,
wie eine zarte Hand

und als ich erwachte,
lief Wasser aus meinen Augen,

benetzte mein Kissen.




Dein Traum

.. ist eine Illusion,
die keinen Tag überdauert.

Liebe ist entweder real
oder sie ist nicht.

Träume sind Luftblasen,
die sich auflösen.

Träume halten nicht,
was sie versprechen.

Träume sind Hirngespinste.




Fremder

Wenn du mich
jetzt schon „Fremder“ nennst,
wo wir uns schon
über Jahre schreiben
und offen austauschen
unsere tiefsten Gefühle,

wie fremd werde ich dir sein,
wenn wir uns wirklich
kennen lernen

und werden wir das je,
wenn ich dir jetzt schon
fremd bin?

Ist nicht jeder fremd?
Und ist es nicht die Kunst,
aus Fremden Bekannte,
Freunde oder mehr zu machen,

virtuell und real?




Heimat

.. ist da,
wo du bist,
denn da,
wo du bist,

da bin ich daheim.



Heimatländer

.. sind Orte, die wir in uns tragen
wie eine tiefe Liebe, die nie vergeht.

Mag sein, dein Land ist fern,
aber du wirst es nie vergessen:

Es ist deine Heimat und gehört dir an,
auch wenn du andwswo wohnst

und anderswo dein Glück suchst,
anderswo dein Zelt aufschlägst.

Es wird schwer sein, es wird hart sein,
aber ich reiche dir die Hand.

Du magst aus Afrika kommen oder aus China:
Ich bin der Deine über alle Grenzen hinweg,

Ich gehöre dir allein: Das macht die Liebe,

die Liebe allein.



Elfentanzen

.. beginnt bei mir im Kopf,
wenn deine Worte singen
und jede Note trifft
in mein Herz.

Wie diese Melodie,
wo man auf Wolken schaukelt,
wenn der Wind
es gut meint

und einen hängemattengleich
über die Welt fährt
von Stadt zu Stadt,

über Berge und Täler
hinweg zu dir,

wo du wartest.



Im roten Mohn

.. erkenne ich dich
fühle deine Seele,
spüre die Anziehung
unserer Herzen,
unserer Haut,

berühre dich,
weil ich weiß,
du bist hier,

küsse deinen Mund,
dein Gesicht,
deine Augen.

Küsse dich
wie noch keiner
dich geküsst

in diesem Leben.



Alles im Leben

.. fragt nach Sinn,
fragt nach Logik,
fragt nach Zweck,
fragt nach Nutzen,

alles ruft nach Auswertung,

fragt nach Verwertbarkeit,
fragt nach Gegenwert,
fragt nach Vorteil,
fragt nach Ziel,

nur die Liebe allein

fragt nicht,
plant nicht,
rechnet nicht
spekuliert nicht,

sondern lebt aus sich selbst

wie die Sterne in der Nacht,
wie die Wolken am Himmel,
wie die Wiese in ihrem Grün,
wie die Rose in meiner Hand,

die ich dir widme und schenke.



Sternenliebe

Wenn der Tag es nicht besonders meint,
wenn Ärger und Leid ihn bestimmen,
dann bleibt immer noch die Nacht
und der Sternenhimmel über dir,
um Zuversicht zu spenden.

Die Sterne sind Freunde, blinzeln dir zu,
geben dir Antwort auf deine Fragen,
erheben dich und sprechen dir zu,
schenken dir Trost im Dunkeln.

Jeder Stern, der dir freundlich lacht,
schenkt dir ein Stück des Glücks,
gibt dir zurück, was verloren
dir schien und scheint.

Ich trage einen Stern in mir:
Du hast ihn mir geschenkt:
Er lebt und wirkt in mir,
geht niemals unter

und hält mich an dir fest.




Mein Seelenschloss

.. ist nicht verschlossen durch sieben Schlösser
oder verplompt durch sieben Siegel,

nicht über sieben Brücken musst du laufen
oder siebenmal anklopfen.

Du musst nur meine Gedichte lesen,
dann weißt du alles über mich.

Freilich gibt es noch tiefe, dunkle Gewölbe,
vernagelte Kerker, gesicherte Bunker.

Aber da fehlt mir selbst der Zutritt,
der passende Universalschlüssel,

das letzte Vorborgene zu entdecken,
um wirklich alles hervorzuheben,

was mich prägt und ausmacht
und als Mensch bestimmt.

Aber ich bin nicht so wichtig:
Wichtig bist allein Du:

Denn finden kann man sich
nur im anderen,

im liebenden Gegenüber:
Wer sich hier findet,

findet Erlösung.




Rettung durch Verletzung?

Wäre ich dein Rettungsanker gewesen,
dann hättest du mich glücklich gemacht,
aber wie du schreibst sind nur deine Texte
dein Rettungsanker und die Illusion darin.

Ich bin also nur der tumbe Stichwortgeber
für deine stillen Träume und Seifenblasen,
das Objekt für deine nächtliche Fantasie,
der Platzhalter für tauschbare Illusion,

in den Sternenraum katapuliert?




Wahre Werte

Du kannst soviel besitzen,
schöne Dinge die das Leben erleichtern,

Du kannst Geld haben,
um damit alles zu kaufen, was Spaß bringt.

Du kannst dir Männer leisten,
von denen andere Frauen nur einsam träumen,

aber nur das, was du im Herzen trägst,
gehört dir wirklich und ist deins:

Das kann eine Blume sein,
das kann ein Stern sein,

das kann eine Liebe sein.



Du bist mir alles

Könnt ich auch das Weltall erobern,
könnt ich auch den Mond erobern,
könnt ich auch die Erde erobern.

Könnt ich selbst alle Schätze besitzen,
könnt ich selbst alles Geld besitzen,
könnt ich selbst alles Gut besitzen,

Könnt ich für mich alle Frauen haben,
ich würde doch nicht so glücklich sein
wie durch ein liebes Wort von dir

aus deinem Herzen für mich.



Liebe

Worte können berühren,
Blicke können berühren,
Gedanken können berühren.

Aber da wo Gefühle berühren,
kommen Worte, Blicke oder Gedanken
nicht mehr an: Da sind nur noch Gefühle.

Und Gefühle fragen nicht warum
und woher und weshalb und weswegen.
Gefühle sind unabhängig wie die Wolken,

unabhängig wie die atmenden Sterne,
die unser Glück beleuchten
und beflügeln

in jeder Nacht.



Namenlos

.. ist nicht der Ruf,
denn der Ruf ist Liebe,
ist Sehnsucht.

Und Herzen
brauchen keine Namen:
Sie finden sich immer.

Im roten Mohn
oder in den Sternen,
auf der Wiese im Morgentau.

Oder irgendwo
zwischen zwei Atemzügen:
Deinem und meinem.

Der Himmel gehört uns:
Dir und mir, in jeder Nacht,
an jedem Tag, in jeder Stunde.

Der Kelch der Zeit
ist gefüllt
für uns.

Für dich und mich.



Worte

.. können töten,
aber auch neu beleben.

.. können verletzen
aber auch Balsam sein.

.. können trennen,
aber auch verbinden.

.. können verhexten,
aber auch verzaubern.

Deine Worte beleben mich,
sind mir immer Balsam,
verbinden mich mit dir

und verzaubern mein Dasein.



Sehnsucht

.. kann Löcher fressen
in den Verstand,
aber nicht in die Seele.

Die Seele ist viel klüger,
als wir denken
und sie vertraut

aufs Herz.



Wo ich auch bin

.. liegt meine Wange
an der deinen,
hält meine Hand
die deine fest,

spricht zu dir
zart meine Stimme,
schlägt mein Herz
in dem deinen,

fängt meine Seele
deine Träne auf
und hält sie fest
als Stück von dir,

als Liebespfand,
als Versprechen,
als Talisman,
als Augenkuss.

Ich senke den Kopf
in Demut und Glück
und danke Gott
und sage dir:

Ich dich auch.



In meinem Arm


Wenn die lieben Vögel singen,
wenn der Wind sanft säuselt,
wenn die Wolken still seufzen,
wenn die Bäume im Geäst flüstern,

wenn die Wiese beschienen wird
vom vollen Mond in der Nacht,
wenn die Sterne mir leuchten
und durch das Fenster blinzeln,

dann musst du nicht sprechen,
denn ich verstehe jedes Wort,
jeden kleinen Gedanken von dir,
als wärst du hier bei mir,

in meinem Arm



Worte

.. verflüchtigen sich nicht:
Worte kommen immer an,
werden immer aufgefangen
von einem glaubenden Herzen.

Von einer Seele inhaliert,
berühren und verführen sie,
schenken Mut und Hoffnung,
laben still den einsamen Geist,

schenken Zuversicht,
schenken Wärme,
schenken dir Mut,
schenken etwas,

das sich nie verflüchtigt,
das bleibt für ewig,
das tief leuchtet
und brennt

über die Zeit.



Glücksperle

Wenn Mond und Sterne mir zulachen,
wenn frühe Vögel singen ihr Lied,
wenn der Himmel mir gedenkt
und der Weltenlauf des Seins
sich mir zuwendet,

dann fährt mein Wolkenschiff
ungebremst zu dir
in deine Hoffnung,

die doch meine Hoffnung ist
und dem Leben Sinn gibt,
hinter der Qual

und jede Träne auffängt
wie eine Glücksperle,
verloren in der Nacht

und doch erhalten ewig.



Stairway to Heaven

Träume sind Schäume,
sagt der Volksmund,
aber wo und wie
kommst du näher
deiner Seele –
oder deine Seele dir?

Noch liegen bleibe  ich
nach dem Erwachen,
um sie zu bewahren
und aufzuheben
und rüberzuretten
in die Wirklichkeit.

Aber was ist Wirklichkeit,
ist Wirklichkeit wirklich
und wenn sie wirklich ist,
ist sie nicht durchsetzt
von tausend Träumen,
Erwartungen, Hoffnungen?

Vielleicht ist der Traum
nur eine kleine Treppe
zwischen Sein und Schein,
zwischen Realität und Fantasie,
ein schmaler Steg auf dem
Dichter ständig pendeln

und Liebende.




Traum oder Realität?

Wenn der Zweifel dich fragt:
Was bleibt von deinem Traum
außer Erinnerung?

Dann kannst du gegenfragen:
Was bleibt von meinem Leben
außer Erinnerung?

Liebesträume in der Nacht
sind immer ein schönes Erlebnis,
bereichern und erweitern,

füllen die Seele mit Sinn
und schenken poetische Bilder,
die zu Worten beflügeln.

Alle Dichter waren Träumer,
träumten sich durch Tag und Nacht
und schufen so ihre Werke,

immer dem Frieden verpflichtet,
immer der Freiheit verpflichtet,
immer der Liebe verpflichtet.

Das Leben ist schonungslos,
der Traum schenkt uns Hoffnung
und gehört zum Leben.

Und vielleicht ist ja das Leben
auch nur ein grausamer Alptraum
vom ewigen Fressen

und gefressen werden.




Seelenfrühling

Wenn das Augentau
in früher Stunde
deine Seele taut

und das Morgenlicht
im zarten Dämmer
deine Seele lichtet,

dann schaust du auf
aus deiner Innenschau

und aus dem Traum
entsteigen Sehnsuchtsflügel,

die du breitest über Tag und Raum.




Glücksmomente

Das Glück muss man immer gleich leben,
muss man im Augenblick leben,
muss man im Moment leben.

Man kann es nicht speichern, aufheben,
nicht vertrösten, nicht verschieben:
Nur der Moment zählt.

Aber wenn man den Moment lebt,
bleibt er für immer erhalten,
setzt sich tief in uns fest,

erfreut uns in der Erinnerung,
stärkt unser Bewusstsein
blitzt und blinkt auf,

wenn das Glück uns mal verlässt.

©PP



Aus Tränen

.. können Perlen werden.
Wortperlen, Gedankenperlen.

Keine Träne geht verloren,

denn jede Perle heb ich auf,
sammle sie dür dich

.. und mich.



Im Glückstaumel

Wenn aus warmen Sonnenstrahlen
ebensolche warme Worte werden
und aus Worten Wortlinien,
die sich zu mir schlängeln
und durch meine Augen
über meine Gedanken
in mich fließen

wie das lebensspendende Sonnenlicht
am hellsten Frühlingshimmel,
dann sind das Sonnenworte,
die mein Herz erobern,
meine Seele besetzen
und mein Dasein
eintauchen

in ein nie gekanntes Glück.



In der Nacht

.. gibt es keine wirkliche Stille:
Der Wind bläßt surrend um die Häuser
und Äste zerren knarrend an den Stämmen,
ein Käutzen ruft, Katzen balgen sich
und kreischen laut wie Babys.

Und unten geht noch ein fremder Mann
und stört einen fremden Hund
und irgenwo schlägt eine Tür zu
und ein frühes Auto startet
seine Startversuche.

Ich versuche noch eine Stunde zu schlafen,
versuche, einzutauchen in Träume,
die mich immer beglücken,
Sternenträume,

die mich beleben und beatmen.



Time after Time

In der dunkelsten Stunde
siehst du manchmal
am Himmel ein Licht,
das nur für dich brennt
und nur deine Seele beleuchtet
wie ein Stück Glück,

das vom Himmel fällt,
ganz tief in dich hinein schaut,
dich ausleuchtet, deine Seele  tröstet
und bewahrt vor der Dunkelheit,

die jeden befällt von Zeit zu Zeit.



Magie

Ich glaube wieder an Magie
ich glaube wieder an die gute Fee,
ich glaube wieder an Überirdisches.

Oder gibt es doch einen Gott,
der seine Hand hält über mich
und meinen schweren Gang morgen?

Wo Altes und Enges sich häuten muss
und Vergangenheit sich lüftet
und auflöst ins Nichts?

Wer könnte mich so gut kennen,
dass er weiß, wie es um mich steht,
dass er genau die richtigen Worte findet?

Wer könnte mich so trösten?



Wärme

Wie sind die Sterne doch durchwirkt
von Mächten, die auf Erden wirken:
Gefühlen, Gedanken und Worten,
vereint durch unsichtbare Kräfte,
die wie Versprechen ewig halten,
ungebrochen für die Ewigkeit.

Was im Großen oben lebt und atmet,
das lebt und atmet auch im Kleinen,
gibt sich Liebe und Licht und Atem
und jeder Flügelschlag am Himmel
ist ein Zeichen der Unendlichkeit,
der Hoffnung und des Lebens.

Und wenn du einen Engel hast,
der Engelsworte für dich findet,
die dich beschützen in der Nacht,
dann bist du still gehalten und behütet,
und Helle scheint in deinen Innenraum,
wie das Licht aus tausend Himmelssternen.

Und du vergehst in Wärme.



Sternenseele

Dein Optimismus
und deine Begeisterung
ziehen mich immer wieder
in deinen Bann.

Du bist Kind geblieben
bei allen Tränen,
du bist bei dir geblieben,
bei aller Trauer.

Du bist das Größte,
was ich kenne und hatte
dich falsch eingeschätzt
am Anfang. Mea Culpa.

Heute lieb ich dich.



Wunder

Die Welt ist wie ein Wundertal,
wenn Träume innig sich berühren,
wenn sich Gedanken traulich küssen.

Lass uns über Wiesen laufen,
lass uns den Hang hinunter tollen,
und unten dann im Bache waten.

Lass uns Wunder neu entdecken,
lass uns durch die Wälder wandeln,
lass uns stille Wege suchen.

Lass uns sanft auf Wolken schaukeln,
lass uns zu den Sternen schweben
und lass uns doch uns selbst erkennen:

Durchs Auge seh ich deine Seele,
so wunderschön und rein:

Ich möchte immer bei dir sein.



Zeitlose Träume

Wo fühlt man Zauber und Magie,
wenn nicht in Worten?
Alle Zauberreiche, alle magischen Welten
entstanden durch Worte

und fanden Eingang in die Welt,
fanden Einzug ins tägliche Leben
fanden den Weg in die Realität,
allein durch ihre Benennung.

Unser Sprache ist unserere Welt
und was wir in Begriffe fassen können,
das gibt es dadurch wirklich,
wenn auch nur in der Fantasie,

aber ist nicht die Fantasie
immer nur ein Abbild des Realen,
wenn auch verändert oder geschönt
und können wir etwas denken,
das nicht existiert, das es nicht gibt?

Und entsteht nicht selbst die Realität
de facto nur in unserem Kopf
über unsere Sinnesorgane?
Wo bleibt dann der Unterschied
zwischen Traum und Wahrheit?

Ich denke, der Traum ist genauso wahr
oder unwahr wie alles andere,
was wir sinnlich wahrnehmen.

Der Traum arbeitet nur mit anderen Mitteln,
spiegelt wieder, was sein könnte
und wird dadurch zur Wahrheit
auf einer höheren Ebene,
die wir beeinflussen können.

Wenn zwei Träumer sich treffen,
zusammentreffen, aufeinandertreffen,
dann kennt der Traum keine Grenzen mehr.
Gefühle entstehen, Liebe und Leid,
sehnsüchtiges Hingezogensein,
zueinander gezogensein
und vor allem Sein:

Leben und sich wiederfinden
im Gegenüber, im Mitträumenden,
der immer Antwort gibt und schenkt
über den Himmel, über die Sterne,
über den Wind, den Regen, die Sonne.

Und Licht entsteht in der Nacht
und Wärme im tiefsten Winter
und Geborgenheit im Singen

atmender Sterne.



Göttin des Lichts

„Innigkeit
in der Silhouette
verborgener Frühlingsträume“

Wer ist solcher Gedanken fähig?
Wer ist solcher Worte fähig?
Das ist reine Poesie.

Und das ist nur ein Beispiel
wahrer Schreibkunst, Wortkunst
die mich belebt und beflügelt

und mein Leben eintaucht
in Liebe und Licht und Hoffnung:
Geschenke vom anderen Stern.

Meine Seele ist ein Brunnen
ohne Boden und doch leuchtest
du sie vollkommen aus:

Allein durch dein Dasein
und deine lieben Worte,
die mich schon so lange berühren

wie eine Umarmung aus dem Weltraum.

Danke!



Wie kann es sein?

Wie kann es sein,
dass zwei atmende Herzen
wie zwei Töne sich berühren
und zusammen musizieren im Duett
zu einem einzigen Rhythmus?

Wie kann es sein,
dass zwei entfernte Sterne
zu einem Takt sich bewegen
und sich immer wieder umkreisen
zu einer einzigen Umlaufbahn?

Wie kann es sein,
dass zwei kleine Menschen
Gefühle füreinander emfinden,
sich immer vertrauter verbinden
zu einem einzigen Gebinde?

Wie wäre das möglich,
ohne die Liebe, die Liebe allein,
die immer tausend Wunder bewirkt
durch ihr Anwesen im ewigen Sein,
gestern und heute und immerdar.

Nur die Liebe bleibt ewig
und nur in ihr und im Licht
zeigt sich Gott den Menschen.

Wer liebt ist im Licht.



Die Liebe

.. ist schöner als jeder Besitz,
weil der Besitz das Herz nicht berührt.

Liebe kann man erwerben,
aber niemals besitzen.

Liebe kommt ungerufen
und bleibt oder geht.

Sie ist frei wie der Himmel
und sie ist der Himmel,

wenn sie besteht und lebt
und frei atmet

wie ein Stern am Himmel,
der soviel schenkt

und nichts zurück verlangt.



Über alle Grenzen

Über alle Dächer,
über alle Zäune,
über alle Mauern,
über die Zinnen der Burgen,
über hohe Berge und tiefe Täler,

fliegt meine Liebe zu dir
durch Wind und Wolken,
durch jedes Unwetter,
durch jeden Orkan,
der entgegen weht.

Und setzt sich in dir nieder
und bleibt bei dir
und atmet

mit dir in jedem Atemzug
bis ans Ende.

Und jeder Tag bedeutet Glück
für mich,

weil ich dich lieben darf.



Du denkst

.. vielleicht ich schreibe schöne Gedichte,
aber nicht ich bin es, der schreibt:

Du bist es, die in mir schreibt
und aus Tränen Worte kreiert.

Ich lasse meine Seele sprechen
und weine Worte auf Papier,

die dein Herz mir schenkt
und nur die Trauer

meiner Sehnsucht ist mein Zutun.



Im  Frühtau

.. und im Morgennebel
erkenne ich Liebe,
erkenne ich dich.

Deine Stimme singt mir
aus vereisten Gräsern
und kahlen Bäumen.

Und die Sterne über mir,
lachen mir zu wie Freunde
und der Mond zwinkert.

Der liebe Wind ummantelt
mich in Geborgenheit
und sendet mir Botschaft

von dir.



Danke

.. auch an dich:

Du bist ein MUT-macher.
Zum Schreiben hat mich
unter anderem die Lyrikerin
Kristiane Allert-Wybranietz inspiriert.

Kennst du?



Wunschlos unglücklich

Ich möcht sie berühren,
diese Augen, die so tief sehen.

Ich möcht ihn berühren,
diesen Mund, der dieser Worte fähig.

Ich möcht sie berühren,
diese Ohren, die wirklich hinhören.

Ich möcht sie berühren,
diese Haut, die so nah an meiner.

Einmal nur sie berühren
und nie mehr loslassen.

Träume aber werden niemals wahr.



Immer blühen

.. wird die rote Rose,
die ich dir geschenkt,
weil sie mein Herz enthält
in Schönheit und Schmerz.

Da gibt es keinen Schnee,
keine Kälte, kein Eis,
weil die unendliche Liebe
keine Jahreszeiten kennt.

Wärme besteht in dir
und überträgt sich
auf meine darbende Seele
wie eine Sonne,

die ein Firmament erleuchtet
in meinem Herzen
und modrige Erde
beflügelt meine Sinne,

erinnert mich an Tage meiner Jugend.



Du und ich

Wenn sich zwei Bäume
einander still anlehnen
und miteinander verwachsen,
können schöne Gebilde entstehen

und beide zusammen
treiben ganz neue Triebe
in den Himmel, atmen Licht,
atmen Sauerstoff, atmen Liebe.

Wenn zwei Kreise
sich zu einem schließen,
gibt es keinen Zweifel mehr,
dass etwas im Innern besteht,

unauslöschlich wie die Sonne.



Zauberland

Wenn ich dich lese,
sehe ich dich,
fühle ich dich,
schmecke ich dich
aus deinen Worten.

Intimstes Geheimnis
möchte ich dir sein.
Wie Gott das Universum,
so sollst du mich besitzen
jede Nacht in jedem Traum.

Wie könnte ich fallen,
wo du mich doch hältst
Mag sein, die Welt fällt,
aber ich steige hoch
zu dir in die Wolken,

in dein glitzerndes Reich,
wo der sanfte Wind
zarte Küsse wie Flocken
von Lippe zu Lippe bläst
und Sternenstaub
überall blinkert

wie sichtbar gewordene Liebe.



Gedankenspiel

Wenn ich dir in Gedanken
die Tränchen aus den Augen küsse
und meine Lippen  deinen Mund suchen
wie ein Ertrinkender die rettende Insel,
dabei deinen schnellen Atem spüre
und die Bewegung deines Mundes
auf meinem zu einem Duett
der seelischen Nähe wird,

die Glückswellen durch zwei Körper sendet,
zwei Sterne zum Verschmelzen bringt,
die sich fern einander standen
und nun eins geworden sind,

dann ist das wie ein Märchen,
nur tausendundeinmal
schöner.



Gefühle

.. sind wie sanfte Berührungen,
auch über viele Kilometer hinweg
kommen sie an und werden aufgenommen,

werden wiedergegeben und finden
immer ihr empfindsames Gegenüber
in traumlosen Nächten unter den Sternen,

wo du atemlos wartest auf ein Wort
aus dem Munde eines einzigen Menschen,
der die Küsse hinter den Worten still auffängt

und sich glücklich schätzt, dich gefunden
zu haben in einem Moment des Zufalls,
der soviel bewirkt hat in uns.

Wie ein Glücksregen in einer Winternacht.



Liebeslaute

Über das Firmament,
über die Wolken,
mit dem Wind

fliegt dein Astralkörper
in jeder Nacht zu mir
und bleibt haften

in jedem Gedanken
in jeder Sekunde
am lichten Tag,

wo du in mir wohnst
und bei mir bleibst
und in mir atmest,

als wärst du immer
in meinem Leben
ein Teil gewesen,

das mir stets angehört
von Anfang an
und immer.

Und immer wird dein Herz
in meinem schlagen,
wie eine Laute,

die von Liebe singt.



Vereinigung

Unter alle Häute,
unter alle Glieder
geht mir dein Gedicht,
das Verschmelzung sehnt

und aus zwei Herzen,
zwei darbenden Seelen,
zwei Körpern mehr macht,
als die Summe aus zwei Hälften,

die sich suchen
in schlaflosen Nächten,
wo sie erwartungsvoll lauschen
dem Gesang der Sterne
und dem stillen Atmen
der Unendlichkeit.

Über das Dunkel hinweg
drängen Träumbilder
durch den Raum
stetig strebend
zueinander

zur Vereinigung.



Am Ende der Straße

Nicht weiß ich,
auf welcher Straße du gehst,
über welchem Weg du schreitest,

aber am Ende
werde immer ich stehen
und warten auf dich.

Und ich weiß,
du wirst nie kommen,
du wirst immer abbiegen,

aber du wirst
immer wissen im Leben,
dass ich auf dich warte.

Das ist meine Liebe zu dir.



Seelensee

Wenn sich Tränen stauen
im inneren Seelensee,

wenn sich Sehnsucht staut
in des Herzens Tiefe,

wenn kein Glück mehr erreichbar,
kein Glück mehr ins Innere greift,

wenn alles verloren scheint,
versuche ich doch durch meine Worte

Trost zu schenken und Anteilnahme
und meine Liebe über dich zu breiten,

die nie untergehen wird, was auch ist
und was auch geschieht und geschehen wird.

Ich werde immer da sein.



Wortverstellt

Wie vage ist das, was Worte beschreiben,
aus dem Ungefähr der Gedanken.

Dies musste ich erst in Demut lernen,
dass Gefühle die Stille suchen.

Wie eingeschränkt ist unsere Sprache,
wenn Schweigen die einzige Option bildet,

nichts Falsches zu sagen.



Sternenseele

Immer geradeaus
führt mich mein Weg,
erleuchtet und beschützt
von einem inneren Leuchten:

Dein Stern in mir.



Du

.. liest meinen Unmut
aus wenigen Gedichten
und fühlst dich betroffen.

Lies doch mal den Mut
aus den vielen anderen,
die ich an dich richtete.

Schau nicht ins Dunkel
meiner armen Seele,
schau ins Licht

meines Herzens.




Aufgehoben fühlen

.. kann man sich in Gott,
wenn man an ihn glaubt

oder in der Familie
beim Weihnachtsfest.

Bei mir ist keiner aufgehoben;
weil ich selbst nicht aufgehoben bin.

Und doch hebe ich dich auf,
drücke mein Herz an deins,

weil du mich so oft aufgehoben hast,
ohne, dass es dir bewusst war.

Ich küsse deine tränenden Augen,
wo jede Träne nach Salz schmeckt.

Ich bin da. Es ist bald Weihnachten
und du sollst froh feiern und leben.

Nimm meine Wut nicht zu ernst:
Du bist nicht die Ursache.

Die Ursache liegt im Frühen
und schaufelt sich frei.

Ich bin ein Gefangener
und du der Vogel

meiner Freiheit.




Dichterklause unterm Dach

Sitzen, schreiben, denken
und kein Stern am Nachthimmel.

Schwärze umfängt die Welt
in tiefer Dunkelheit, Düsternis.

Wohl dem, der Heimat hat
und nicht durch Nebel wandert.

Die Autos rauschen wie immer
über die Straße, der Blitzer blitzt.

Mein Herz atmet Sehnsucht,
sucht Stille, sucht Einkehr.

In der Ferne läuten Glocken,
eine Tür rummst unter mir zu.

Dann ist es still, dann denke ich
an dich und öffne meine Seele

und lass ihn leise glühen,
den Stern von dir für mich.

Und jede Träne trägt dich zu mir.



Wie oft

.. sitzt man vor dem Bildschirm
und wartet auf ein Wunder.

Aber das Internet ist keine Wundertüte,
obwohl Wunder überall geschehen,

wenn man offen dafür ist
und etwas dafür einsetzt:

Der höchste Preis
bist du selbst.

Gewinnen oder verlieren.



Du

.. bist Mutmacher, Erwecker,
Sinnschenker und Beispiel mir
und zeigst Verständnis

für meine abgelebte Seele
wie ein Atemhauch im Spiegel,
wie ein Schatten in der Nacht,

der mich freundlich umfängt
und doch kein konkretes Bild bietet,
keinen sichtbaren Kontakt.

Du tanzt in den Nebeln,
nich fassbar, nicht greifbar
über den Sümpfen.

Wie ein Schein, der Schein
zu sein scheint.



Der Wahnsinn

.. zeigt sich in vielen Gesichtern,
in vielen Abstufungen,
in vielen Farben,
vielen Nuancen.

Auch ich bin wahnsinnig,
sehe oft Gespenster,
sehe böse Geister,
böse Mächte,

die mir zum Unheil gereichen,
gegen mich gerichtet sind,
mir etwas antun wollen,
mich befeinden.

Leider sehe ich diese Teufel
dann in meinen Freunden,
die es nur gut meinen
und mich mögen.

Mag krank sein und paranoide,
mag verblendet sein,
mag verrückt sein
mag blöd sein.

Ich bin manchmal ein Arsch.
Mea Culpa, Sorry,
Entschuldigung,
Verzeihung!

Ich arbeite hart an mir.



Manche Menschen

..verleugnen sich ständig selbst:
Man will ja den Zuspruch der anderen,
will den anderen gefallen

und steht nicht zu seinen Gefühlen,
steht nicht zu seiner Freundschaft,
steht nicht zu seiner Liebe:

Wer weiß, was die andern sagen,
ob sie mich wohl verlassen,
ob sie mich künftig meiden?

Versteckspielen ist was für Kinder.



Die Seele

.. ist manchmal ein Raum ohne Fenster und Türen,
wo die Einsamkeit dich täglich erdrückt
und du nur gegen Wände rennst
und die Sehnsucht entschwebt
in ferne Sphären und Welten,
in Träume von Leben,

von Angenommensein,
von Gemeinschaft,
von Geborgenheit,
von Freundschaft
von Zuneigung,
von Liebe.

Deine Träume sind meine Träume.



Götterdämmerung

Und wenn die Nacht auch tausend Augen hat,
mein Aug blickt nur zu dir in die Höhe,
wo unsere Blicke sich treffen

zum nächtlichen Stelldichein
hinter dem schweigenden Mond,
wo sich unsere Worte still küssen

und unsere Gedanken übereinander herfallen
wie unzensierte Fantasien der Götter,
die nackt am Himmel schwebten,

vor Raum und Zeit.




Seelennähe

.. und Übereinkunft in den Gedanken
mag eine schöne Sache sein und beflügeln,
aber wahre Nähe entsteht erst durch den Blick,

der durch die Augen in die Herzen dringt,
durch die stille Wahrnehmung über den Geruch,
die Berührung Hand in Hand,  Haut an Haut, Haar an Haar

durch das Hören der anderen Stimme,
Wange an Wange, Mund an Mund, Lippe an Lippe,
durch das Fühlen und Spüren und das Tasten und Berühren.

Sonst bleibt alles schöner Traum und ungelebte Illusion,
wogegen ich als Träumer auch nichts habe,
doch wollt es dir nur mal gesagt haben,

damit dein Leben nicht verfliegt.




Die Liebe

.. ist wie ein Atmen
unterm Sternenzelt,
ein Einatmen von Gefühlen,
die den Körper besetzen
wie eine Frucht so süß,

das immer bleibt
in der Tiefe der Seele
wie eine stille Blüte
in der dunklen Nacht,

und immer weiter wächst
und immer größer wird
und immer sehnt

sein Gegenüber.



Liebe Worte

.. in der Kälte, in der Düsternis,
.. in der Trostlosigkeit des Seins,
.. in der Einsamkeit der Tage,
.. in der Enge des Lebens

sind wie Balsam für die Seele,
sind wie Mull für die Wunden,
sind wie Hände, die umfangen,
sind der Klebstoff, der uns bindet

und uns hält zusammen
über jede Distanz,
jede Grenze,
jeden Ort

in Freundschaft und Liebe.



Ein Lächeln im Schlaf

.. von dir lässt mich die Träne
nicht übersehen, die wie Tau
auf deiner Wange sich breitet,

welche silbrig und rosenzart erblüht,
nur beleuchtet vom Seelenblick
eines inneren Lichts.

Dein Lächeln schenkt mir Mut,
die Träne bewegt mein Herz,
dein Schlaf sei beschützt.

Meine Lippen flüstern drei Worte.



Rettungsanker

Und als ich am Ende war,
da meldete sich dein Stern
in mir tief in meiner Seele,
den du mir geschenkt hattest

und er fing an zu blinkern
wie eine stille Mahnung,
wie eine Ermahnung:

Mach weiter!



Weltflucht?

Träume sind gut,
wenn sie die Realität verarbeiten,
aber sie sind nicht gut,
wenn sie die Realität ersetzen.

Zusammen träumen
ist nur dann gut,
wenn es weiter geht,
näher und tiefer geht,

sonst tritt Stillstand ein
und man wiederholt sich
immer wieder solange,
bis nichts mehr bleibt,

außer verpuffter Seifenblasen.




Tränensee

Wenn alle geweinten Tränen
aller Menschen sich im Meer sammeln,
dann bekomme ich eine Ahnung davon,

warum das Meer salzig ist.




Kometen

.. mögen fallen.
Das gesamte Weltall mag fallen,
aber ich bleibe und sende mein Licht
und wenn ich die Sterne
allein erleuchten muss
mit meinem Licht.

Das vermag die Liebe.




Ein Komet

.. ist gefallen,
aber ich bin kein Komet,
dessen Licht allzu schnell verglüht:

Ein Licht bin ich,
das verlässlicher blinkert
und niemals vom Himmel fällt,

solange man glaubt
an mich und meine Wärme,
die ich immer wieder verschenke

wie die Liebe,
die mein Leitstern ist
und den ich umkreise als Trabant

am Nachthimmel
und in deinem Herzen
Tag für Tag, Nacht für Nacht.

Ohne Unterlass für immer.




Ein Herbstblatt

.. wollte auf den Boden fallen,
doch verfing sich in meiner Hand,
die ich reflexartig ausstreckte.

Blutrot war seine Herzformfarbe
und ich fasste es nur sacht an,
in einer Kaumberührung

trug ich es am Stengel mit
auf meiner Wanderung
über den Wiesengrund

zurück in die Wohnung:
Das vom Himmelgefallene
zufällig in meine Hand.

Vielleicht hat ein Stern es für mich verloren.




Nachtschatten

Ein Kleid aus Rosenblättern hat den Reiz,
dass man es sanft entblättern kann,
indem man zart an jedem Blatte zupft:

"Sie liebt mich, sie liebt mich nicht."
Doch schon, wenn sie es still
und über sich ergehen lässt,

dann weiß  und ahnt sie schon,
dass tausend Küsse sie erwarten
auf ihrem Körper der so rein,

der so allein schon hat gewartet
wie eine Frage, die nach Antwort ruft
und wie ein Schatten einsam,

der seinen Körper sucht.




Unter Sternen

Ein Nachtmensch bin ich,
ein Mensch des Mondes
und der Dunkelheit.

Wenn alles schläft,
werden meine Sinne aktiv,
kommt mein Geist in Fahrt,

belebt sich meine Seele,
beruhigt sich mein Herz
und das Sein wird erträglich.

Wenn du dann da bist,
sich unsere Blicke kreuzen
über den Sternenhimmel,

atme ich Freiheit.





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