Omnia vincit amor



Sternenseele III
(137 Texte)


Momente

.. gibt es, für die ich sterben würde,
weil der Moment es wert ist:

Im Sommer über die bewiesten Hänge tollen,
im Herbst die bunten Blätter vor uns herschieben,
im Winter unsere Fußstapfen in den Schnee meiseln,
im Frühling die ersten Blüten durch die Augen inhalieren.

Aber wo fängt der Moment an
und wo hört er auf zu sein?
Der Moment dürfte niemals enden,

wie meine Liebe niemals endet.



Ein Stern

.. in der Seele tief drin
ist ein Versprechen für immer.
Ein Geschenk für die Ewigkeit,
eine Liebesversprechen,

keine Pflicht, kein Muss,
aber ein „Ich will“.
Und ich will ,
dass es niemals endet

und niemals aufhört,
dir zu gehören
in jeder Nacht,
wo wir uns nicht spüren

und jeden Tag,
wo wir uns nicht fühlen.
bis wir uns irgendwann
spüren und fühlen.

Auch wenn dieser Tag
nie kommen mag,
weil Träume eben immer
Träume bleiben

und bleiben müssen.



Mein Herz bist du

Wie war ich erfreut
über die beiden Urlaubsgrüße,
wie war ich gefesselt
und selig überrascht.

Wie bin ich jetzt down,
davon zu hören,
dass etwas passiert ist,
was nicht ins Bild passt

und wie leide ich mit dir
und wie bin ich traurig,
und wie fühle ich mit dir
und bin nah bei dir

und halte deine Hand
und geb dir meine Schulter,
umarme dich sanft
und spüre deine Tränen,

die ich nur wegküssen kann
aber nicht aufhalten,
nicht unterbrechen,
nicht abstellen,

weil die Tränen die Seele reinigen müssen.



1001 Nächte

Immer enwickle ich mich weiter,
lerne aus Fehlern und lerne
vom Leben, von der Welt.

Abschiede nehm ich inzwischen
nicht mehr so tragisch,
weil ja immer die Erinnerung bleibt

und man dankbar sein sollte
für das, was einen verband
und das Leben erhöhte, erweiterte.

Auch wenn am Ende alles
als Luftspiegelung in der Wüste endet,
als Hirngespinst und Illusion:

Als Fata Morgana.



 Wut oder Trauer?

Menschen kommen in dein Leben,
bleiben eine Zeit lang,
verabschieden sich wieder.

Früher wurd ich oft wütend,
wenn ich Verluste zu beklagen hatte,
reagierte harsch und aggressiv.

Heute ist mir die Trauer wichtiger:
denn ich weiß jetzt zu schätzen
die gemeinsame Zeit

und dass ich erleben durfte,
was ich im Miteinander erlebte
mit einem lieben Menschen,

der mir bedeutsam war.



In den Wolken

.. hab ich dich gesucht,
in den Sternen nach dir gerufen,
den Mond nach dir gefragt,

aber du warst weg.
Verschwunden aus meinem Leben
wie ein Fels, der bricht

und ins Meer fällt:
für immer versunken,

für immer ertrunken.




Glück

.. entsteht meistens und oft dann,
wenn man jemanden glücklich machen kann
und wenn dann etwas zurück kommt,
dann ist das Glück unfassbar

und lässt sich kaum in Worte fassen.




Ich liebe dich

.. wie ich die Nacht liebe
und den Sternenhimmel
und den hellen Mond
in der Dunkelheit.

Ich liebe dich,
wie ich den Tag liebe,
wenn die Sonne scheint
und die Wolken wandern.

Ich liebe dich im Frühling,
wenn die Natur erwacht
und ich liebe dich im Herbst,
wenn sich alles verfärbt.

Ich liebe dich im Sommer,
wenn alles in Blüte steht
und ich liebe dich im Winter,
wenn die Kälte einzieht

und nur deine Worte wärmen.




Liebesstern

Wie dunkel erscheint heute
der Himmel in der Nacht,
kein Stern, der mir leuchtet
und doch erhellt sanft
ein Stern meine Seele
wie eine helle Sonne.

Es ist dein lieber Stern,
den du mir einst schenktest,
dass er mir von dir künde,
wenn die Erde schwarz wird
und nur Schatten wirken
in meinem Sein.

So bin ich immer in deinem Licht,
das lebt und leuchtet in mir
und die Dunkelheit erhellt,
wo immer ich auch bin,
was immer ich auch tue,
heute und morgen.

Ein Stern der ewigen Liebe.




Mein Respekt

Ich verneige mich in Demut
vor deiner geschliffenen Sprache,
die wie ein Diamant funkelt
und ein Licht tausendfach gebrochen
in die Welt sendet.

Ein einziger Satz in Verse zerlegt
enthält die Liebe einer ganzen Welt.
Ich kniee in Scham vor dir
und küsse den Boden,
auf dem du wandelst:

Sternenseele.



Wortgefühlt

Am Anfang war das Wort
und wer über Worte verfügt,
der mag ausbrechen
aus jedem Gefängnis,
weil er mit den Worten fliegt,

viel weiter als ein Körper trägt
und wenn er auf Resonanz trifft,
wenn sich also ein Echo einstellt
auf seine geflügelten Worte,

dann ist das Glück fassbar
und die Gefühle reagieren,
einmal angestoßen
in einem Hin und Her

wie ein Perpetuum Mobile
der unsagbaren Liebe,
weil Worte nicht nur Worte bleiben,
sondern mehr transportieren
in ihrem inneren Kern.



Herz-Tattoo

Jedes Wort von dir
stichelt mir ins Herz
und schreibt mir tief
deine Liebe ein.

Wie ein Tattoo,
das nie verbleicht
und immer steht
und immer pulst

für dich.



Die Sonne

.. lädt meine Akkus für die Nacht
und mein Herz ist gewappnet
und taktet eine Melodie
über alle Blutbahnen
zu dir.

Kein Sturmlied,
nur eine sanfte Weise,
die leise anklingen lässt,
was Worte niemals sagen
können

von Herz zu Herz.




Meiner Muse VI

Manchmal hätt ich schon
gern deine Wange berührt
und dir die Lieder geküsst,
die soviel Salz fließen lassen.

Aber wenn es denn nicht
sein soll, dann will ich dich
wenigstens aus der Ferne küssen,
deine Stirn und deine Augen.

Vielleicht spürst du ja
meine sanfte Lippenberührung,
wenn du die Augen schließt
und einfach nur fühlst.

Du bist ein großer Mensch,
der Nähe und Zuneigung
zugleich sucht und flüchtet
und doch die Wärme ständig sehnt.

Du bist mir ähnlich,
denn wir sind Himmelssterne,
die sich suchen und flüchten,
die mit dem Feuer spielen,

aber Angst vor der Flamme haben.




Meiner Muse V

Du glaubst an die Sterne,
an ihre Kraft und ihre Worte
und doch bist du selbst ein Stern,

der in meinem Herzen wohnt
und niemals untergeht,
niemals verblasst,

sondern immer hell erleuchtet,
erstahlt und meiner Seele
Licht und Liebe schenkt.

Mein Stern.




Meiner Muse IV

Vielleicht werde ich mich verloben,
vielleicht werde ich einstens heiraten,
vielleicht werde ich Kinder haben,
werde Enkel haben,
werde alt werden,

aber du wirst immer meine Muse bleiben,
der ich in Liebe zugeneigt bin.

Bis dass der Tod uns scheidet
und einer von uns in Erde liegt
und der andere vergeblich wartet
und weiterschreibt, weil er weiß,

dass die Wolken die Worte niederregnen,
dass der Wind die Worte raschelt
aus den Büschen und Bäumen,
dass die Rabenkrähen singen
seine Worte auf dem Acker

über ein einsames Grab.




Meiner Muse III

Immer wenn ich dachte,
es geht nicht mehr weiter
mit meinen Gedichten,

wenn ich ins Banale abfiel
und ins dumpfe Blödeln verfiel,
hast du mich gerettet

und zu neuen Texten inspiriert,
die meinem ruinierten Ruf
etwas entgegen setzten:

Eine wahre Muse.




Meiner Muse II

Deine Worte bilden Bilder
von unnahbarer Schönheit
in meinem träumenden Herzen,

die unfassbar erstehen vor mir
wie das Weltall unfassbar
für uns erscheint

und doch plastisch immer sich zeigt.




Meiner Muse

Worte zu singen für dich
aus der Ferne und über den Wind,
über das All mit all seinen Sternen,
bedeutet mir sehr viel,
schenkt mir Glück.

Lieder der Sehnsucht,
der Traurigkeit,
der Hingabe,
des Leidens,
der Liebe,

der Resignation
und immer wieder
der neuen Zuversicht,
des zurückkehrenden Mutes

und des unzerstörbaren Glaubens
an etwas Tiefes zwischen uns,
das still wirkt und webt
wie ein Gedicht,

das nie endet.




Schützen

Manche müssen sich bis ins Alter schützen:
Sie schützen sich vor jeder Unbill dieser Welt
und leben dadurch eigentlich nicht wirklich,

denn das Leben ist ungeschützt und Abenteuer
und jede neue Erfahrung entsteht nur aus dem Mut
und ja zu sagen zu allen Herausforderungen,

die das Leben bietet und anbietet und offen legt
in all seiner Tiefe, Weite und Breite und Buntheit.
Natürlich ist alles Risiko, sonst dürfte ich nicht

morgens aus dem Haus gehen: Ein loser Dachziegel
könnte mein Leben beenden oder ein vorbei brausender
LKW verliert seine Fracht auf meinen Kopf,

ein Bus in dem ich sitze, überschlägt sich dreimal
oder in der Bahn geht ein Selbtmordattentäter hoch
oder ein morscher Baum fällt mir auf den Kopf.

Manche schützen auch ihre Seele vor Verletzung,
gehen kein Risiko mehr ein und bleiben lieber allein
ein ganzes Leben lang und darüber hinaus

bis die Erde sie auf immer beschützt.




Wieviele Sommer

.. schreiben wir uns schon Poems?
Und kein Fortschritt in Sicht.
Kein intimes Nähertreten,
keine tiefere Kontaktaufnahme,

keine Mail, keine SMS, kein Telen,
von Skypen gar nicht zu reden
oder gar von persönlichem Treffen.

Wir wärs mit Attendorn?
Ich hab im September Sonderurlaub
durch meine gemachten Überstunden.

Wir könnten uns treffen
an den Tropfsteinhöhlen
oder oben auf der Burg.

Bist du einverstanden?




In festen Händen

.. bist du bei mir
und in meinem Herzen.
Du gehst in meiner Seele
ein und aus und jede Tür
ist dir bekannt in meinen
stillen Seelenräumen,

die sind wie ein Palast,
erbaut für dich

und deine Liebe.




Der eigene Schatten

.. ist oft das größte Hindernis im Leben,
weil keiner darüber springen kann
und keine Hand wirklich fassbar wird,
wenn der eigene Schatten es nicht will.

Auch ich hatte tausend Ängste und bin
trotzdem über den Abgrund gesprungen.
Du musst es nicht tun für mich oder dich,
es ist mir nicht mehr wichtig wie früher,

als ich noch glaubte, du wartest auf ein Wort
und bist dann da für mich und das Leben
beginnt endlich uns zusammen zu takten
im Rhythmus der gemeinsamen Zeit

über alle Hindernisse hinweg.




No more Tears?

Wenn du dich ganz hingegeben,
wenn du dich ganz eingegeben hast,
wenn du dir die Seele aus dem Leib schreibst

wenn du nur für einen Menschen lebst,
schreibst, atmest, dich hingibst
in jedem Text wieder neu und

in hunderten Gedichten beweist,
dass du immer da sein wirst
und immer da bist,

und dann noch traurig Tränen fließen
und eine offene Hand gesucht wird
von deiner Angebeteten,

dann hast du was falsch gemacht,
weil du alle Hände offen hattest
und hoffnungsvoll dachtest,

alle Tränen wären jetzt getrocknet.




Sternzeichen

Schlaflos erblicke ich ein seltsames Blinkern
am ansonsten dunklen Nachthimmel
und ich dachte an einen Flugkörper,
der hoch über den Wolken fliegt.

Ich konnte meinen Blick nicht abwenden,
aber dann verebbte dieses Himmelsglühen
und obwohl ich noch lange suchend schaute,
zeigte das Firmament über mir nur dunkle Schwärze.

Und ich dachte an dich und ob du mir ein Zeichen
auf diesem, unserem vertrauten Wege senden wolltest,
das von dir zeugt und deiner mir zugewandten Zuneigung:
Eine Art Aufforderung zum Überbrücken wartender Momente.

Mag sein, dass ich unter Einbildung leide,
oder dass eine Fata Morgana in der Sternenwüste
meinen Verstand und meine Sicht täuschend hinterging
oder dass Fremdlinge aus dem All unser Sternensystem überflogen

oder dass du wirklich an mich gedacht hast,
in reiner Liebe an mich gedacht hast,
voller Hingabe und Zuwendung
wie ich an dich denke

jeden Tag und jede Nacht.




Neue Brücken

.. bauen heißt ja nicht:
Alte Brücken abbauen.

Neue Brücken bauen heißt:
Den eigenen Weg erweitern,

neues Land dazu erobern,
ohne das alte aufzugeben.




Keine Grenzen

Es gibt kein falsches Alter,
es gibt nur eine falsche Einstellung.

Es gibt kein falsches Aussehen,
es gibt nur einen falschen Charakter.

Es gibt keine falsche Rasse,
es gibt nur eine falsche Gesinnung.

Es gibt keine falsche Religion,
es gibt nur falsche Propheten.

Es gibt keine hindernde Einschränkung,
es gibt nur Menschen ohne Empathie.

Es gibt in der Liebe keine Grenzen,
es gibt nur offene Herzen und Hände.




Angst

ja, manche haben Angst,
aber nicht aus Feigheit,
sondern aus dem Grund,
der vielleicht in mir selbst liegt:

Sie kennen mich als impulsiv,
als sprunghaft und launisch
und fürchten, dass ein Näherkommen
auch eher einen Abschied bedeutet

oder denken, wenn ich dies oder das
in ihrem Wesen nicht akzeptieren kann,
sei ich weg für immer über alle Berge
und dann doch lieber aus der Distanz

beieinander bleiben und anonym schreiben.
Wie wenig kennen mich diese Menschen
doch wirklich in meiner Art,
die auch mal hart kommt,

und doch nur mein Herz schützt
vor Verletzung, Schmerz

und Enttäuschung.




Virtuelle Reisen

.. mögen manchen beflügeln,
aber ich bin kein virtueller Mensch,
sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut.

Ich lebe und atme in der täglichen Realität,
habe Bedürfnisse nach echter Zuwendung und Liebe.

Das mag der Unterschied sein zwischen uns.




Flügel

Die Gedanken brauchen keine Flügel,
die Gefühle brauchen keine Flügel,
die Fantasie braucht keine Flügel,
Die Liebe braucht keine Flügel.

Wer sich Flügel wünscht,
der hat das Fliegen verlernt,
der verkennt die Wolken,
der verkennt den Wind,

der  verkennt den Regen,
der deine Tränen
zu mir trägt.




Was bleibt

.. ist nicht nur die Trauer,
sondern auch die schönen Momente
im Miteinander mit einem Menschen.

Was bleibt sind die erlebten Gefühle,
was bleibt sind die Bilder in der Nacht,
was bleibt sind die Sterne am Himmel

und der Stern in meiner Seele,
er mich immer begleiten wird
und von dir ewig zeugen wird.

Wer mir sagt, es bliebe nichts zurück,
der hat niemals wirklich empfunden,
der reduziert sich selbst am Ende.

Es bleibt immer eine ganze Welt.




Ohne Netz

Wer Angst hat zu verlieren,
der hat wohl schon verloren
und gesteht es sich nur nicht ein.

Der Seiltänzer, der sich fallen sieht,
der fällt schon im gleichen Moment
und landet sanft im Sicherheitsnetz.

In der Liebe aber gibt es keine Sicherheit.




Woher

.. kommt dieses Brennen im Bauch,
das meine Liebe immer begleitet?

Aus Schmetterlingen werden Fledermäuse,
die mich innerlich auffressen.

Es ist wohl die Angst vor dem Verlust,
die Angst zu verlieren

das Liebste.




Leidenschaft

Was wäre
der Duft der Rose
ohne den Stachel
der Leidenschaft?

Was wäre
die größte Liebe
ohne Sehnsucht
nach Leidenschaft?




Verschwitzte Nächte

Wenn der erotische Impetus,
wenn das heiße Begehren
keinen Widerhall findet,
fragt Mann sich schon,
was falsch läuft

zwischen Mann und Frau.




Offenbach

Wir Offenbacher Buben
sind immer direkt
und sagen was wir denken
sofort und ohne Umschweife.

Mancher versteht das nicht
und fühlt sich angegriffen:
Eine Bloggerin hat mich
total gesperrt als Dank dafür,
das ich ihr meine Gedanken
wohl zu offen sagte.

Jetzt sage ich ihr meine Gedanken
immer noch in Poesieform
und sie antwortet mir darauf
in hingebungsvollen Gedichten.

Aber wieder zulassen kann
sie mich nicht, weil ihr die
vielen Leser mehr wert sind,
als meine Wenigkeit.

Wie soll ich da Vertrauen aufbauen?



Liebe ist

Du sprichst von Nähe
und doch bist du mir
näher als du denkst

und ich möchte einmal
deine Wange berühren
mit meiner Hand,

was ich eigentlich
ständig zelebriere
in meinen Gedanken,

die sich so real anfühlen
durch die realen Gefühle
für dich aus der Ferne.

Liebe kennt keine Grenzen,
keine Mauern und Zäune,
keine Entfernung:

Liebe ist.



Manchmal

.. kommt die Sonne raus
und lächelt mir zu
und dann regnet es wieder.

Aber immer bist du bei mir,
liegst mir im Arm
oder um den Hals

und ich erzähl dir von mir
und höre dir zu:
Deine Tränen sprechen

zu mir.



Ist es nicht ein Wunder

.. dass wir nicht auf verschiedenen Sternen
oder zu verschiedenen Zeiten leben?

Ich könnte jetzt ein Steinzeitmensch sein
und dir ein paar Bilder malen und senden:

Die Steinzeitmenschen waren die ersten Blogger
und man liest sie heute noch mit Interesse.

Aber es würde etwas an Zeit dauern,
bie du meine Nachrichten erhalten könntest

und ich hätte deine liebe Antwort
nicht mehr lesen können.



In der Hitze

.. wenn die Hormone ins Feld schießen
und sich der arglose Spaziergänger
an den Bienchen und Blüten erfreut
und nicht dran denkt, was wirklich geschieht,

möcht ich dir sanft deine Hand nehmen,
dir die Finger einzeln küssen,
dir leise in den Hals beißen,
deine Lust zärtlich hervorlocken,

deinen Mund mit meinem berühren,
dich zu mehr und noch mehr ermutigen,
peu à peu vom Gesicht abwärts,
deiner wartenden Brüste mich annehmen

und immer tiefer und tiefer eindringen
mit liebkosender Wonne und Glück
in deinen alabasternen Körper,
wie in einen gläsernen Palast,

der uns im grenzenlosen Sein umfasst
und mitnimmt auf einen Höhepunkt,
der alles andere ausblendet und nur
sich konzentriert auf unendliche Extase

in der Vereinigung.



Der Nordwind

.. bringt mir Nachricht,
erzählt mir von dir,
streichelt meine Wange,
als wär es deine Hand.

Er bringt mir einen Teil
von dir in jeder Berührung,
der ich mich hingebe
in der Hitze der Nacht,

nackt und mit offenen Armen
im ausgehängten Dachfenster,
die Sterne beobachend
und den Mond als Zeugen,

der still schweigend zuschaut
wie ein Eingeweihter,
wissend um die Wünsche
und Sehnsüchte der Einsamen

und doch grenzenlos Liebenden.



Über den Himmel

Ich möchte dich nicht nur halten,
sondern auch behalten
und ich möchte dich nicht nur tragen,
sondern auch heben.

Dich erheben in ein Sein,
das nicht dies der Worte,
sondern jenes der Gefühle

darstellt und eröffnet
und wenn es schon eröffnet ist,
sich immer wieder fortsetzt

wie der Lauf des Mondes um die Erde.



Bunte Welt

Die Welt ist heute wie ein Paradies,
das alle Hände offen hält
und morgen wie die Hölle,
die nur Fäuste zeigt.

Kommt auch oft aus uns selbst,
wie wir am Tag gestimmt
und aufnehmen die Umwelt:
Dunkel oder hell.

Und manchmal riecht die Welt
nach tausend Farben,
wenn dann die Sonne scheint
und unser Herz erleuchtet

und tief im Innern pocht
die Seeligkeit in tiefen Fragen
an mein Herz:
Wo warst du all die Zeit,

warum hab früher ich dich nicht gefunden?



Goethe

.. hatte mal in eine Jagdhütte als junger Mann geschrieben:

Über allen Gipfeln
Ist Ruh‘,
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.

Und als er später als alter Mann wieder dahin kam
und seinen Text vorfand, sind ihm die Tränen gelaufen.

Auch ich werde so einen Text entwerfen
und ihn an eine Stelle schreiben,
die alles überdauert,

damit ich mich erinnern kann
an dich, später, wenn die Blätter fallen
und der Schnee mein Haar bekränzt

und doch die Seele jung ist wie am ersten Tag
und zurück denkt und

leise weint.



Ausrollen

.. unter dir möcht ich mich gerne
wie dieser fliegender Teppich
aus Tausendundeine Nacht.

Und mit dir fliegen
über die Wolken
zu den Sternen

ins ewige Sein.



Bleib bei mir

Das ist alles,
was ich sagen kann.

Du bist nicht die erste,
der ich Gedichte widme,

aber hoffentlich die letzte,
weil allein bei dir ein Funke
überspringt, den ich nicht kannte.

Je weiter du dich entfernst,
desto tiefer spüre ich diesen Schmerz:
Eine Angst etwas zu verlieren,

das meinen tiefsten Seelenpunkt erreicht hat.



Vorgenommen

.. hab ich mir,
dir so viele Gedichte
in Liebe zu schreiben,

wie unsere Milchstraße
liebende Sterne besitzt,
die Nachts hell blinkern,

aber weil jeder leuchtende Stern
eine heimliche Liebe enthält,
muss ich mich sputen.

Ein Leben wird nicht reichen,
aber du bist es wert,
dass ich mich

in Demut der Zahl annähere.



Ganz klar gesagt

Ich bin da und bleibe
und diese Homepage
gehört allein dir.

Mein Geschenk an dich
und ich wünschte mir,
sie würde ewig bestehen.

So wie ich mir wünsche,
hier immer für dich
liebend zu leben.

So wie das Weltall
mit Sonne und Mond
und unzähligen Sternen.

Ein kleiner Trabant
im übergroßen Internet,
der dir immer leuchten soll,

auf all deinen Wegen.



Natürlich

.. wäre ich dir gern näher getreten,
aber es muss doch nicht wirklich sein:
Eine Internetliebe ist auch etwas Erbauliches.

Sich in feinfühliger Romantik
immer wieder schreiben und antworten
per Internet und über die sozialen Medien

und ohne sich je gesehen zu haben,
das hat einen Reiz für sich
und Gefühle füreinander

bestehen in einer nie gekannten Tiefe.



Zu Ende

.. geht das Spiel heute Abend:
Italien gegen Deutschland.

Sonst weiß ich nichts,
was zuende geht.

Vielleicht hört der Regen auf
und es wird Sommer.

Vielleicht fällt der kahle Baum,
der an meinem Bach steht.

Aber meine Liebe
geht nicht zu Ende.

Dann ginge mein Leben zu Ende.



Was bleibt

.. ist immer eine ganze Menge,
wenn das Schöne und Verbindende
zwei Seelen in Liebe befruchtet hat.

Am Ende freilich siegt die Verzweiflung,
die Enttäuschung und die stille Trauer
über Hoffnung und Zuversicht.

So ist das auch in meinem Herzen,
weil ich uns am Anfang wähnte,
optimistisch in die Welt blickte

und auf dich baute, zählte, hoffte

und noch hoffe.



Seelenorte


Manche Orte sind weit weg
und einige sind ganz nah,
wenn man sie in der Seele trägt,

weil das Herz dafür schlägt.



Frauen

.. verstehen uns Männer nicht:

Mann spinnt mal rum,
Mann schlägt mal Türen zu
und geht ganz einfach.

Das ist die Emotion
und nicht ernst gemeint
und böse schon gar nicht.

Dann stehen wir wieder da
am nächsten Tag
und bringen Blumen mit

oder Mon Cherie.



Rosenblüten

.. sollten deinen Schlaf schützen,
Lavendel sollte deine Seele beruhigen,
Mohn sollte süß locken und verlocken

und dir künden dass du nicht allein bist,
entgegen aller Widerstände dieser Welt,
die uns so oft allein lässt mit uns

und unseren Sorgen.



Grübeln

Manchmal denk ich fast,
dass ich gar nicht gemeint bin,
dass ich gar nicht der Adressat bin
für deine lieben Gedichte

und mir nur einbilde,
sie seien an mich gerichtet,
weil ich dich nicht mehr
in deiner Intention verstehe.

Es müsste doch zwischen uns
alles bestens und klar sein
und unsere Beziehung
in trockenen Tüchern.

Ich schreib an dich ständig wieder,
ohne wirkliche Unterbrechung
und brauch halt mal länger,

um einen guten Text zu schreiben,
authentisch aus der Seele
mit Geist und Herz.

Oft hab ich dann auch mehrere Poems
an einem einzigen Tag gebracht
und alle allein für dich.

Was ist nur passiert?



Traurig

Wie brüchig doch manche Brücken
sich im Nachhinein erweisen
zwischen den Menschen.

Nichts ist auf festem Grund gebaut,
alles modert, alles verrottet,
alles zerbricht mit der Zeit,

dabei sind es oft Missverständnisse
oder falsch gewählte Worte
für die richtige Sache,

die unausdiskutiert im Raum stehen
und ein Weinen steht oft näher,
als das Reden miteinander.

Immer noch keine Mail von dir.



Was offen ist

.. sind zwei Hände,
zwei Augen und zwei Lippen,
ein Herz und eine Seele.

Was ich sonst noch
zu verschenken habe,
musst du selbst ergründen.

Ich habe Zeit
und kann lange warten,
aber irgendwann
ruft der Tod.

Dann schieben wir
keine Wolken mehr,
sondern sind selbst welche
und regnen nieder
auf unsere Gräber

und fragen uns,
wer wir sind
und wer wir waren

gestern und vorgestern.



Abbrechen

.. kann man vieles und alles,
aber dranbleiben
trotz aller Widerstände:
Das ist die Kunst.

Fallenlassen kann man
auch vieles, aber wer kann
Gefühle fallen lassen?

Wer kann aufgeben,
was im Innersten blüht
wie eine Rose?

Auch wenn die Stacheln schmerzen.



Nichts

.. gibt es am Firmament,
dass ich dir nicht runter holte.

Welchen Stern möchtest du?
Sag es mir bitte einfach.

Du willst den Mond oder die Sonne:
Dann verhandle ich mit Gott.

Und wenn die Erde in Dunkelheit fällt,
bin ich deinem Wunsch verpflichtet

und selbst in die Hölle werde ich gehen,
um etwas dir zum Geschenk zu machen,

wenn es dein Wunsch ist.



Näher

.. rücken wollte ich zu dir,
etwas erfahren über dich
über deine Träume, Wünsche,
Erwartungen an das Leben,
Wollte dich erkunden,
dein Wesen und Menschsein,
wollte in dein Dasein,
deine Seele blicken,
gab dir meine Mailaddy,
schrieb dich dazu an
und schaute fortan
stündlich in den Posteingang,
doch alles was ich vorfand,
war gähnende Leere.




Angst

Wenn ein Mensch mir davon spricht,
dass er wohl immer einsam bleiben wird,
obwohl ich ihn tief in der Seele trage,
ihm immer wieder die Hand reiche,

ihm mein Herz schenke,
meine Aufmerksamkeit,
meine Zuneigung und Liebe,

dann macht mir das Angst.




Zuletzt

.. bleibt nur die Liebe,
die zwischen den Sternen ruft
und immer die Stimme ist,
die still besteht und steht
und niemals vergeht,

solange die Erde sich dreht.




Menetekel

Die Sterne sind schön,
aber die Blumen wachsen auf der Wiese.

Der Traum ist erhaben,
aber nur ein Kuss erhebt wirklich.

Die Fantasie erhellt das Leben,
aber nur das Leben schenkt wirklich Licht.

Die Schrift in den Himmel erfreut,
aber eine Mail wäre das wahre Glück.




Die Fantasie

.. ist mein Dorado,
ist mein Goldland,
ist meine goldene Spur.

Hier lebe ich und liebe ich
und hier suche ich dich
und hier erobere ich dich

oder du mich.




Mondrose

Es sind ja alle Zeichen
der Stillen und Einsamen
zwischen die Sterne geschrieben
in großen brennenden Lettern,

aber würde man die Schrift
entziffern und lesen können,
würde man keine Sterne mehr sehen.

Jeder Blick in den Sternenhimmel
erzählt eine Geschichte
und jede Geschichte
umfasst ein Leben.

Was unseren Augen unsichtbar bleibt
entziffern zart unsere Herzen,
die sich unsichtbar treffen,
wenn die Mondrose blüht
und  benetzt von Tränen
der Sehnsucht

Triebe treibt.



Manchmal

.. rede ich mit mir selbst,
erzähle dir mein ganzes Leben,
als wärst du hier
und hörtest mir zu.

Ich rede dann mit dir,
und erzähle dir von mir
und du hörst zu
und verstehst mich.

Und dann ist es mir,
als ließest du all
deinen Kummer ab
bei mir als Zuhörer.

Und wir redeten eine Nacht lang
und schliefen dann
zusammen ein,
Arm in Arm.

Und am nächsten Morgen
seien alle Probleme vergessen
und das wahre Leben
könnte seinen Anlauf nehmen

mittenrein.



Heller Himmel

Nach dem Donnerwetter mit Regenhagel
in dieser ausufernden Gewitternacht
sieht es draußen richtig sommerlich aus
und ich denke an dich und frag mich,
ob es dir gut geht und wie du dich fühlst.

Und ich wünschte mir, meine Gedanken
kämen bei dir an, durchdrängen dich
mit meiner Zuwendung und stillen Liebe
wie mich die Wärme durchs Dachfenster,
wo ich sitze und diese Worte formuliere.



Manchmal

.. denke ich als getaufter Christ
und durch Erfahrung gewordener Atheist,
dass es doch einen Gott geben muss,

wohl nicht ein solcher mit langem Bart,
der gütig aus dem Himmel lacht
wie in dem Buch, dass sich Bibel heißt,

aber doch einer, der hinter allem steht
und an der Schraube heimlich dreht,
die wir Schicksal oder Vorsehung nennen.

Und ich danke diesem Gott,
dass er uns zusammenführte:
Sein Wille geschehe.

Und wenn Gott nur ein Wille ist,
der aus dem Einfachen
das Komplizierte zaubert,

dann unterwerfe ich mich ihm
in Demut und glaube an das Gute:

Dich und mich.



Schreiben

.. an dich ist für mich
wie rudern durchs Weltall
in einem Kahn aus Liebe
und unerhofften Glück.

Eine Fahrt in die Weite,
eine Fahrt in die Tiefe:
In die Weite des Raumes
und in die Tiefe der Seele.

Und ich komme immer
an am Ende
bei dir.



Am Tage

.. sehen wir die Sterne nicht,
aber wir sehen die Wolken,
die beglücken können,
wenn sie hinterleuchtet sind
von Sonne und uns aber bedrücken,
wenn sie dunkel und schwer
am verblassten Himmel lasten
wie vor dem Fenster ein verstaubter Vorhang,
der einmal gewaschen werden müsste.

Und doch wissen wir um die Sterne
und um uns: Zwei Sternenseelen
in einer Brust, die pocht
denselben Rhythmus

über alle Grenzen hinweg.



Herzverbund

Wenn zwei Seelen sich berühren
entsteht Energie, entsteht Spannung:

Es ist wie wenn das Plus der einen
das Minus der anderen ausgleicht.

Und es fließt ein Strom von Gefühlen
in einem gemeinsamen Kreislauf.

Wie wenn das Herz des einen
im Herz des anderen pocht:

Ausgleichend, bestärkend
und niemals endend

miteinander und füreinander.



Lazarus

Als ich schon Probelag
in einem Eichensarg,
kamen deine Worte
und halfen mir auf,
reanimierten mich,

bliesen mir Sauerstoff in die Lungen,
halfen meinem Herz zu schlagen
und meinem Kopf zu denken.

Dabei hast du nur
meine Seele sanft berührt
mit einem Heilmittel:

Liebe.



Die Mondrose

.. ist eine schwarze Blume der Nacht,
die geheimnisvoll im Versteckten blüht.
Igendwann werden ihre Blätter verwelken
und sie wird sanft entschlafen,
aber solange Wolken Regen bringen
und der Mond Licht zaubert
in die Dunkelheit des Sternenhimmels
und zarte Hände sie in Wärme hüllen,

wird sie Leben und Atmen
für dich, der du
an sie glaubst.



Die Brennnessel

Wenn ich mich mit einer Pflanze vergleiche
oder eine Pflanze als die mir näheste bestimmte
in ihren Eigenschaften und Wirkungen,

dann käme ich am nächsten der Brennnessel:
Sie tut zwar weh, wenn man mit ihr nicht umgehen kann,
aber ihr Schmerz kann auch ein heilender sein.

Und sie ist unkaputtbar.



Viele Stimmen

.. reden in uns durcheinander,
übertönen sich gegenseitig
und manchmal muss
die eine schweigen,
damit die andere
zu Wort kommt

und das Wort
tief in der Seele
seine Wahrheit breitet.



Wellenrauschen

Deine Worte sind reine Magie:
Ich spüre dich hier bei mir,
spüre greifbar deinen Körper,
deine Liebe und Wärme.

Der Geist deiner Seele
umfängt mich zart, umgibt mich still,
unsere Herzen wogen im Takt
wie eine Wellenmelodie.

Ich häng mir dein Poem auf,
so dass ichs vom Bett aus lesen kann,
abends vor dem Einschlafen
und morgens nach dem Erwachen:

Noch näher bei mir und an mir
füllst du dann meine Seele aus,
schenkst meinem Sein einen höheren,

einen heiligen Sinn.



Der arme Poet

Ich bin nix,
ich hab nix,
ich kann nix

und arbeite in der Nacht
für ein paar Stunden,
damit ich am Tag
Zeit habe zum Denken,
zum Lesen, zum Schreiben
und zum Leben.

Wie könnte ich dir
Leichtfüßigkeit zeigen
aus meiner Dichterklause
unter dem Dach,

aus der Kargheit meines Lebens?



Für dich

.. hab ich die Blüten stehen lassen
und du machst Kirschen draus.

Im Kirschbaum möcht ich mit dir sitzen,
so dass man uns nicht mehr sieht

und nur die Flaneure sich wundern,
was da aus dem Geäst spukt.

Und dann wäre es lange still,
weil ich von deinem Mund naschte,

der sich zur Kirsche spitzt:
O süße Frucht.



PS: Der letzte Satz ist angelehnt an Rilkes letzten Satz im Liebeslied
und zwar mit voller Absicht. aber es ist keine Verbeugung vor Rilke,
sondern vor dem Kirschmund, der Rilke mag.



Frühling

.. heißt für mich
durch die Natur joggen,
über die Brücke
durch den Wald,
am Friedhof vorbei
bis zu den Feldern
und dann wieder zurück.

Und an der Brücke
wieder angekommen,
sehe ich Blüten
und breche sie nicht,
sondern lass sie stehen

für dich.



Mit Liebe umklammert

Wenn die Sterne in der Nacht mir zublinkern
und der hellste Stern mir am Tage zulacht,
weiß ich, es geht dir gut

und wenn der Regen fällt und der Wind bläst,
wenn Kälte und Feuchtigkeit Einzug halten,
trag ich dich umso fester im Herzen,

wärme dich aus der Ferne,
hebe deine Seele in meine
und halte dich fest in mir
wie ein Liebes,

das man sanft umklammert
mit Liebe und Schutz

in den dunklen Tagen.



Aprilwetter

Eben noch Sonne
und ich fahre im Shirt
mein Altpapier zum Container.

Auf dem Rückweg
plötzlich kalter Wind
und Schneehagel.

Du fängst ein Schneekorn auf
und siehst im Tauen auf deiner Hand
darin eine Träne von mir.

Und ich wünschte mir,
dass es nur noch schneehagelte,
damit ich immer in deiner Hand bin

wie du in meiner Seele.




Glückstränen

Wenn du einen Stern auffängst,
aus dem kalten All
in deine warme Hand,
wundere dich nicht
über das Kondenzwasser
in deinen Händen:

Es ist das Weinen der Sterne,
wenn sie Glück erfahren.




Geheimnis

Du schreibst mir,
dass ich dir ein Geheimnis bin,
aber ein größeres Geheimnis
bist du mir.

Wer mich liest,
weiß alles über mich,
aber über dich und dein Leben
weiß ich nichts

und doch alles.




Seelenbrennen

Wenn dunkle Wolken die Sicht
auf den Nachthimmel verdecken,
weiß ich doch, dass die Sterne
dahinter ihr Licht ausbreiten.

Wenn du länger nichts schreibst,
weiß ich doch, dass du atmest
und in der Welt existierst
als fühlender Mensch,

sensibel und zerbrechlich,
ewig hoffend und sehnend
in einem innigen Seelenfeuer,
wie eine nie verglühende Sonne.

Wer deine Sehnsucht kennt,
weiß, dass sie viel tiefer geht
und dass sie nie zur Ruhe kommt,
weil der Brand kaum zu löschen ist.

Aber wenn ich ein Wasssertropfen bin,
der vor dem Verdursten rettet,
dann ist es gut.




Mein Schreiben

.. ist nicht umsonst,
wenn nur ein Text aus meiner Feder
dein Herz berührt, deine Seele weitet
und dein Dasein erleichtert.

Keine Tränen mehr:
Du sollst lachend den Tag beginnen
und wissen,

dass einer an dich denkt.




Näher als nah

Du musst mich nicht lieben:
Liebe ist bedingungslos,
verlangt keine Gegenliebe.

Du musst nur da sein
und da bleiben
wie die Sterne da sind
und da bleiben:

Wenn ich die Sterne sehe,
bin ich dir nah,

spüre ich deinen Atem.




Schriftsetzer

Wenn ich auch die Schrift setzte,
die Buchstaben und Zeichen,
so bist du doch der Autor,
der in mir schreibt,
meine Gefühle erkennt,
meine Gedanken liest,
mein Herz öffnet,

wie ich es nie selbst könnte.




Fingerspiel

Leicht fällt dem Dichter das Schreiben,
wenn er einen Stern im Herzen trägt,
der ihm die Worte einhaucht,
die er nur ablauschen muss
und eingeben in die Tastatur.

Über die Tastatur berühren
sich zart unsere Finger

zum Takt unsrer Seelenmelodie.




Spüren

.. kommt von Spur
und deine Spur
ist ein Trampelpfad
direkt durchs Weltall
in dein sehnendes Herz
und deine Träume,
die mich beflügeln

zu meinen
Wortreisen,
Gefühlsreisen
Gedankenreisen

zu dir.




Träume

.. sind das einzige Paradies,
aus denen uns kein Gott vertreiben kann.

Manchmal vertreibt uns die Realität,
aber dann sind es schon keine Träume mehr.

Nur der Seiltänzer, der zweifelt, stürzt ab.
Der Glaubende spannt ein Seil zu den Sternen

und tanzt darauf.



Sternenklar

Wenn die Sterne so klar blinkern
und der helle Mond
deine Träume bewacht,
dann bin ich glücklich
und freue mich mit dir,

weil deine Sterne
meine Sterne sind
und dein Mond mein Mond

und deine Träume meine Träume.




Tanzen mit dir

Über allen Sternen
öffnet sich das Weltall
und singt mir dein einsames Lied.

Ein Lied der Sehnsucht,
das ich höre und das meine Seelenharfe
zum Schwingen bringt

wie ein Himmelston,
der mich bereichert und belebt
und mein Herz

tanzen lässt
mit dir.




Windhauch

Um einen Flächenbrand auszulösen,
reicht ein sanfter Hauch
in die Glut.



Tiefe der Liebe

Wir lieben die Nacht
und die Sterne,
aber eigentlich müssten wir
die Sonne lieben,
die durch ihr Licht
den Sternenhimmel erst erleuchtet,
dass wir kleine Menschen
mit unseren begrenzten Sinnen
überhaupt einen kleinen Eindruck
davon bekommen,
wie weit die Weite geht
und wie groß die Größe sich breitet
um uns und in uns,
denn jede Seele ist so tief,
wie das Firmament weit
und findet keinen
tiefsten Punkt

der Liebe.



Sternenglück

Ich kratze mir das Glück
vom Sternenimmel jede Nacht,
wenn an dich ich denke
und bei dir in Gedanken bin.

Und säß vor dir ich selbst
und säh in deine Augen,
was säh ich anderes,
als Sternenleuchten:

Ein Sternenfirmament
aus Seelenlicht
und Wärme.



Wunder

Das Leben ist ein Wunder,
die Welt ist ein Wunder,
das Weltall ist ein Wunder,

aber das größte Wunder bist du,
weil du mir gezeigt hast,
weil du mich gelehrt hast

in deiner einzigartigen Liebe,
dass der Hass keine Chance hat,
wenn man sein nur Herz öffnet

und rauslässt, was raus will.



Immer mit dir

Wohin mein Weg auch geht,
du bist bei mir.

Woran ich auch denke,
ich denk an dich.

Was ich auch sage,
du hörst mir zu.

Wo ich auch bleibe,
da bist du.

In jedem Moment
bist du nah

.. und immer da.



Bei mir

Wenn ich nachts in die Sterne sehe,
sehe ich dich.

Wenn ich nachts in die Sterne höre,
höre ich dich.

Wenn ich nachts in die Sterne fühle,
fühle ich dich.

Ich sehe dich.
Ich höre dich.
Ich fühle dich.

Du bist bei mir.



Sternenblitzern

Jeder kleinste Stern
atmet ein Stück Licht
und sticht hervor

und blinzelt leise,
weil er weiß
von dir und mir

und unsrer Liebe.



Heilende Liebe

Wenn alle Nachtsterne
sich mit der Sonne verbünden
und zusammen Energie senden,
gebündelt aus ihrer Masse,
dann kann ihre Kraft
jeden Virus töten

und Gesundung einleiten,
weil über das Firmament
zugetragene Liebe hilft

und trägt.




Die Sonne

.. ist der Stern, der uns Wärme schenkt,
der unsere Seele zum Atmen bringt
und die Wärme schickt,
die aufblühen lässt alles rundum
und auch unsere Seele.

Und wie die Sonne einkriecht
sacht und sacht in jede Pflanze,
so zieht sie ein, Stück für Stück
in jedes Menschen Seele
nach jedem kalten Winter.

Und manchmal bringt sie Liebe mit ..




Beschützter Schlaf

Als ich heute Nacht aufwachte,
weil der Mond durch das Fenster
in mein Gesicht leuchtete,

nahm ich es als einen Gruß
von dir und schlief ruhig weiter:

Seelig wie ein Kind.




Vogelsang am Morgen

Ich weiß nicht,
ob die Vögel das Ende der Nacht besingen
oder den Anfang des Tages,
aber dass sie singen,
ist ein gutes Zeichen.

Ich hoffe, dass es dir gut geht
und du dich wohlfühlst,
wenn du dich fühlst.
Ich schöpfe Kraft aus dir,
aus deiner Liebe.




So nah

Wenn alles in Ruhe schläft,
wenn nur der Mond mein Freund ist
und die Sterne mein Sein begleiten,

wenn es dunkel, wenn es Nacht ist,
wenn Schatten über die Wände huschen,
wenn Dämonen mein Zimmer heimsuchen,

wenn die Musik verklungen ist
wenn die letzte Kerze verlöscht ist,
wenn Stille einkehrt wie ein leiser Besucher,

dann liegst du bei mir nah angekuschelt
und ich spüre deinen Atem an meine Hals
und fühle dein Hände um meine Brust

über tausend Kilometer.




Nachtfantasie

Wenn deine Worte mich erreichen,
wird mein Seelengrund mit Licht ausgeleuchtet
und mein Herz warm mit Liebe geflutet.

Kleine Elfen tanzen durcheinander,
lassen aus kleinen Zauberststäben
kleine Lichtpunkte in die Luft bunt funkeln.

Durch mein Atelierfenster erhellt
der Mond die magische Szenerie:
Verbildlichung des Glücks aus Freude geboren.

Ich möchte mit dir tanzen.



Mit dem Wind zu dir

Wenn es Nacht wird
und ich nicht einschlafen kann,
zähl ich die Sterne

und verzähl mich oft
und fang nochmal von vorne an,
bei dem Stern in meiner Seele,

weil er am Anfang steht,
und alles mit ihm beginnt
und alles bei ihm erbebt

und alles durch ihn besteht
und ich nur schlafen kann,
wenn er am Anfang lebt

und strahlt und mein Leben
mit Liebe übersät,

was sein Licht beschert.



Herzmelodie

Lass dich nicht ablenken
vom bunten Himmelslicht,
von aufgehenden und sterbenden Planeten,
von endenden Zeitketten
und zerplatzenden Universen.

Schließ einfach die Augen
und streck die Hand aus
– noch ein wenig weiter –
jetzt müsstest du mit den deinen
meine Fingerspitzen berühren.

Und jetzt haben sich gefunden
unsere Hände durch Raum und Zeit,
wie sich unsere Herzen fanden
und sich unsere Augen
und unsere Lippen noch finden,

um sich nie mehr zu verlieren.



Zu dir

Über den Wind,
über die Wolken,
über die Sterne

reise ich zu dir,
in deine Hand,
in dein Herz:

Ein Wanderer der Liebe.




Ich bin

.. hart und weich,
brutal und sensibel,
verstockt und offen,
hassend und liebend,

starrsinnig und freigeistig,
festhaltend und loslassend,
verletzend und verstehend,
aggressiv und beschützend,

anklagend und freisprechend,
wegschiebend und umarmend,
provozierend und rücknehmend,
draufgängerisch und schüchtern.

Manche Menschen sind nur rot oder grün:
Ich bin die gesamte Farbpalette

und nicht zu reduzieren.




Der Traum

.. ist mehr wert als die Realität,
weil nur der Traum uns Flügel schenkt
zu fliegen hoch hinaus zusammen
zu fliehen miteinander still,
die Herzen weit und nah
in eine bessere Welt,

wo Fantasie regiert
und Liebe residiert.



Ein Funken Hoffnung

Das waren noch Zeiten,
als Dichter wie Heinrich Heine
Gedichte an ihr “Liebchen” schrieben.

Heute gibt es keine “Liebchen” mehr:
Mann sagt: Meine Alte,
meine Schwanzklammer, mein Blasehase.

Aber ich bin der letzte Romantiker
und du bist mein Stern, meine Rose,
mein schönster Traum,

mein Hoffnungsschimmer in der Nacht.



Entlang der Allee

Der Winter ist kalt,
macht den Körper frieren
und die Seele traurig.

Wie die kahlen Bäume sich reihen
entlang des langen Weges
und der Wind alles durchdringt.

Die Natur hält Winterschlaf,
sammelt Kraft für einen neuen Morgen:
Das sollten wir auch tun

und unsere Herzen kuscheln lassen
über jegliche räumliche Distanz,
über alle Grenzen hinweg.

Du und ich.




Traumverliebt

Am Anfang war das Wort:
So steht es in der Bibel zu lesen,
doch vor dem Wort war das Bild
und das geistige Bild
war der Traum vom Wort.

Der Traum also als Vorstufe
von jedem Ding und jedem Lebewesen?
Hat Gott uns geträumt, bevor er uns schuf,
waren wir einst Bild und Traumbild,
bevor wir Wort und Tat
und Wesen wurden?

Und geht nicht jeder Entdeckung,
jeder Erfindung, jeder Eroberung,
jeder Neuerung ein Traum voraus?
Und ist nicht der einsame Traum
einer liebenden Seele an sich
schon gelebte Sehnsucht

und Vorstufe der Realität
in unbewussten Bildern,
wobei uns das Traumbild
voraus ist in der Zeit
und vorweg nimmt,

was sein könnte,
wenn wir unsere Träume
nicht aufgeben.

Lass uns immer träumen.




Feinschliff

Je mehr Facetten der Stein,
desto mehr Licht bricht er,
reflektiert er und verstreut er
und desto strahlender erscheint er.

Jeder Diamant wirkt wie ein Geheimnis.



Leichtigkeit

Wie wunderbar ist das,
wenn jeder den andern
im Herzen trägt
wie eine Last,
die befreit,
die erleichtert,
die man gerne trägt,
weil sie der Seele
Flügel schenkt.

Du bist mein Glück.



Gesamtpaket

Ich weiß nicht,
ob ich die Leerstelle
in deinem Inneren wirklich
und vollkommen ausfüllen kann.

Aber wenn ich in dich dringe,
solltest du mich festhalten
mit allen Muskeln,
mit allen Fasern,

in jeder Regung.




Umkehr in die Zukunft

Solange du atmest,
solange dein Herz noch
rote Tinte durch den Körper pumpt,

ist dein Lebensbuch
noch nicht zu Ende geschrieben,
die Story noch nicht abgeschlossen:

Jederzeit kannst du
das Steuer rumreißen,
ein völlig neues Kapitel beginnen

oder nochmal anfangen.




Der Liebe gewidmet
(A Valentine-Poem)

Der tiefste einsamste Grund
ist dort, wo die Seele aufhört,
doch ist diese so unendlich tief

wie der Brunnen des Demokrit
und wie die empfundene Liebe,
die ins Grenzenlose leuchtet,

tiefer als tief,
weiter als weit,
hell und strahlend

wie tausend Sonnen.



Liebesstern

Kein Stern ist wie der andere,
jeder Stern ist ein Indviduum,
unterscheidet sich von den vielen,
wie ein Fingerabdruck vom anderen

und deshalb liebe ich den Stern,
der sich einmalig prägt in meiner Seele

wie ein Abdruck
von einem tieferen Sein



Im Licht

.. sein bedeutet
frei sein,
selbst sein,
lebendig sein,

über allem stehen
und zulassen
die Gefühle,

wohin sie sich
auch wenden

in ihrer Wahrheit.




Träume

.. werden dadurch wahr,
dass man sie träumt,
sind Realität auf einer höheren Ebene,

sind etwas, das im Inneren lebt
und besteht und wirkt –
auch nach außen

und uns im Regen,
in der Kälte und im Eis
eine Sonne zeigt,

die von innen wärmt.




Magie ist

.. wenn wundergeschönte Worte
meine Seele erreichen,
sich einbrennen, festbrennen
und ich sie besitzen
und mitnehmen kann,
wohin ich auch gehe,
wo ich auch bleibe

und immer weiß:
Sie sind ein Teil von dir
wie deine Hand, deine Stirn,
wie deine Lippen,
die ich in Träumen berühre
so wie ein Arthusritter
in Träumen berührt

den Heiligen Gral.




Winterstern

Wenn du gehst,
wenn du von mir gehst,
hinterlässt du einen Traum,
der nie endet.

Und der sich immer
weiterträumt
und zwischen die Sterne schiebt
und hofft und wartet

bis ans Ende der Zeit.



Wolkensicht

Wenn aus Werden Sein wird,
erhellt uns klare Sicht
und wir sehen die Welt anders.

In klarem Licht,
erscheinen uns Tag und Nacht
und die Wolken werden

zu Freunden.



Sternenboten

Es gibt viele Arten,
das Gleiche zu sagen
und so sagt dir
– beim Blick in das Weltall –
jeder einzelne Stern
in jeder einzelnen Milchstraße
auf seine einzige Art,

dass ich dich liebe.



Eisprinzessin

Gestern den Mittag auf der Eisbahn verbracht
und viele Menschen gesehen,
die sich im Rechts-Links-Takt bewegten,
meistens nur im Kreis fuhren.

Aber meine Gedanken fuhren zu dir
und ich verstand plötzlich,
warum du damals keinen Platz fandst
für deine Fantasie in diesem lärmenden Gewusel.

In der Nacht kam ich nochmal zurück,
aber die Eisbahn war geschlossen
und ich schaute durch den Zaun auf die glatte Fläche
und plötzlich schienen die Sterne so hell,

dass ich dich tanzen sah auf dem Eis,
sah, wie du kleine Kunststücke übtest,
einmal hinfielst, wieder aufstandst
und weiter übtest und ausprobiertest.

Gewunken habe ich dir mit beiden Händen,
doch du hast mich nicht gesehen
und nicht die Träne, die bei Minustemperaturen
auf meiner Wange gefror.




Ein Tupfer Glück

Am Ende
der Zeit bleibt nichts,
nur ein Tupfer,
der uns berührt hat

und für die Ewigkeit besteht.




Winters

.. über den Schnee stacksen,
in das Weiß der Waldwege,

allein mit den Gedanken
an dich und mich.

Und wieder zurückkehren
in die warme Wohnung,

wo ich deine Gedichte finde,
die mich tief berühren:

Das ist Leben, das ist Liebe.




Erwartung

Wie schön ist der Gedanke an Frühling,
inmitten der Kälte des Winters.

Wie wärmt er Herz und Seele,
wie schenkt er Freude.

wie beflügelt er Sehnsucht
nach blühender Natur.

Mitten im Winter.




Fallen

Wer kann den Mond halten,
wenn er fällt?
Wer kann die Sonne halten,
wenn sie fällt?
Wer kann die Sterne halten,
wenn sie fallen?
Wer kann das Weltall halten,
wenn es fällt?

Wer kann die Welt halten,
wenn sie zerbricht für mich?

Wer hält mich,
wenn nicht du?




Vogelruf

Ich werde immer wieder fliegen
und immer wieder zu dir.
Ich werde immer wieder landen,
und immer wieder bei dir.
Ich werde immer wieder singen
und immer wieder für dich ..

Mein Ruf an dich
wird nie verklingen




Sehnsucht II

Manchmal am Abend
wird es still im Zimmer,
wenn die Musik verklungen ist
oder der Fernseher aus.

Und du denkst an die eine,
was sie jetzt wohl tut,
wo sie sich befindet,
und ob es ihr gut geht.

Und du schaust in den Himmel
und sendest einen Gruß
in das unendliche Blau

Und wartest auf die Nacht,
die euch verbindet

über das Weltall.



Sehnsucht

.. ist immer auch Hoffnung
und Hoffnung ist ein Schild
gegen die Verzweiflung.

Aber wo Gefühle fließen
über den offenen Weltenraum,
wo Verständnis füreinander

und im Miteinander wirken,
von Stern zu Stern
(und die Sterne sind Symbole),

da ist immer etwas vorhanden,
das mehr bedeutet
als Worte es ausdrücken könnten.



Jahreszeiten

So wie die Menschen einatmen und ausatmen,
so atmet auch jeder Tag ein und aus
und so atmet auch das Jahr ein und aus.

Die Natur stirbt nicht wirklich im Herbst,
ist nicht wirklich tot im Winter:
Sie atmet nur aus und holt Luft
zum Einatmen in Frühling und Sommer.

Und so atmet die Erde ein und aus
im ewigen Wechsel von Tag und Nacht
und wenn du ganz stille bist und horchst,
hörst du meinen Atem: Ein und aus.

Und wenn du die Augen schließt,
spürst du mein Herz in deinem schlagen,
so wie dein Herz in meinem schlägt

durch alle Jahreszeiten,
Tag und Nacht

bei Sonne und Mond.




Seelenlicht

Wenn der Nachthimmel
dunkel bleibt und kein Stern sich zeigt,
wenn keine Pfütze den Mond reflektiert,
wenn die Welt im Farblosen vergeht,

dann einen Stern im Innern haben,
der Trost schenkt und Wärme,

das ist wie ein Stück Heimat.




Internetliebe

Wo Worte sich treffen,
wo Gefühle sich finden,
wo Seelen sich verwandt sind,

da entsteht eine Nähe,
die näher ist als nah.

Und jede Berührung
über die Distanz
enthält eine Tiefe,
die ins offene Herz zielt

und Glück bedeutet.




Vogel

Wär ich ein Vogel,
würd ich singen für dich

tausend Liebeslieder
und flattern im Wind
für dich allein

unter den Wolken
durch die Lüfte
mit dem Wind

zu dir.




In leiser Trauer

Wenn sich Suchende  finden,
berühren sich die Umlaufbahnen
zweier Sternenseelen.

Da schweigt der Mond in Demut,
da kehrt Stille ein in den Wolken,
da erstarrt das Rauschen im Wind

und über allen Wipfeln ist Ruh.




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